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Politik Mutmaßliche IS-Rückkehrerin räumt Anklage weitgehend ein
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16:23 17.06.2021
Eine Statue der Justitia hält die Waage.
Eine Statue der Justitia hält die Waage. Quelle: picture alliance/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Es sei richtig, dass sie nach der Eheschließung mit einem IS-Kämpfer 2014 nach Syrien ausgereist sei, sagte die 32-Jährige am zweiten Verhandlungstag vor dem Staatsschutzsenat. Dabei sei es ihr allerdings erst auf dem Weg dorthin klar geworden, dass es zum IS gehe.

"Ich habe damals nicht darüber nachgedacht", sagte die Angeklagte. Erst später sei ihr bewusst geworden, auf was sie sich eingelassen habe. Auf dem Hinweg habe sie gehofft, in der Türkei von der Polizei verhaftet zu werden. Auch sonst habe sie vergeblich versucht, den Ehemann von dessen Syrieneinsatz abzuhalten.

Bestritten wurde von der Frau allerdings der Vorwurf, ein Kalaschnikow-Sturmgewehr besessen zu haben. Die Waffe habe zwar auf dem Rücksitz des Wagens gelegen, jedoch ihrem Ehemann gehört. Die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft geht dagegen davon aus, dass sie der Angeklagten zum Geburtstag geschenkt worden sei. "Ich habe zum Geburtstag lediglich ein paar Hähnchen-Nuggets von ihm geschenkt bekommen, weil ich die so gerne esse", sagte die Angeklagte.

Die Frau war nach rund sechsjährigem Syrien-Aufenthalt im Herbst nach ihrer Rückkehr in Frankfurt festgenommen worden. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht hatte am Montag begonnen.

© dpa-infocom, dpa:210617-99-35910/2

dpa