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Politik Mit "Guerilla-Plakaten" Kritik an NSU 2.0-Ermittlungen
Mehr Hessen Politik Mit "Guerilla-Plakaten" Kritik an NSU 2.0-Ermittlungen
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18:29 07.05.2021
Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU).
Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU). Quelle: Boris Roessler/dpa
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Frankfurt/Main

Darin ging es insbesondere um Abfragen der Daten von späteren Adressatinnen der Drohschreiben von Polizeicomputern in Revieren in Frankfurt und Wiesbaden. Auf sozialen Medien verbreitete die Künstler- und Adbuster-Gruppe "Dies Irae" Bilder der Plakate, die an eine Dating-Seite erinnerten, tatsächlich aber auf Datenanfragen ohne dienstlichen Anlass Bezug nahmen. Zuvor hatte "hessenschau.de" darüber berichtet.

Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte nach der Festnahme des mutmaßlichen Verfassers der Drohschreiben in Berlin gesagt, es gebe keine Hinweise auf eine Beteiligung hessischer Polizisten an der Serie von Drohschreiben.

Auf der Facebookseite von "Dies Irae" hingegen hieß es: "Entweder die Daten wurden nach den PC-Abfragen einfach fröhlich weitergereicht, oder die Polizei geht so leichtfertig mit Daten um und gibt diese einfach so raus, weil sich der mutmaßliche Täter als Kollege ausgab. Auszuschließen ist ebenfalls nicht, dass die Drohschreiben von der Polizei selbst ausgingen und der Beschuldigte "nur" ein weiterer Trittbrettfahrer ist." In allen Szenarien trage die Polizei eine Verantwortung, "die sie nach Kräften versucht von sich zu weisen."

© dpa-infocom, dpa:210507-99-511326/3

dpa