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Politik Missbrauchsuntersuchungen in Kirche von Unabhängigen
Mehr Hessen Politik Missbrauchsuntersuchungen in Kirche von Unabhängigen
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06:37 25.06.2020
Ein Kreuz ist auf einer Kirchturmspitze zu sehen. Quelle: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
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Limburg/Fulda/Mainz

In den ersten zehn Jahren nach der Aufdeckung des Skandals ging es vor allem um individuelle Aufklärung. Nun soll die Kirche selbst in den Blick genommen werden: Es dreht sich um Verantwortlichkeiten, wie das jeweilige Bistum mit Tätern und Opfern umgegangen ist. Und es geht um das Aufdecken von Strukturen, die Missbrauch ermöglicht, erleichtert oder vertuscht haben. Es soll auch ermittelt werden, wie viele Fälle es in welchem Umfang gab.

Die Aufarbeitung erfolgt nach zuvor festgelegten Kriterien und Standards: In jedem Bistum wird eine Kommission eingerichtet, die laut Empfehlung sieben Mitglieder umfassen soll. Zwei Personen sollen Betroffene sein, die anderen Experten aus Wissenschaft, Fachpraxis, Justiz, öffentlicher Verwaltung und der Diözese. Aus der Kirche oder einem Laiengremium dürfen aber nur weniger als die Hälfte stammen, wie in dem Papier steht. Der Kommission wird Akteneinsicht gewährt.

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Einige Bistümer haben mit der Aufarbeitung in eigenen Kommissionen bereits begonnen. Im Bistum Mainz gibt es beispielsweise seit 2019 eine Aufarbeitungskommission. Im Bistum Limburg ist man mit der institutionellen Aufarbeitung nach eigenen Angaben "schon sehr weit". Und im Bistum Fulda unterzeichnete Bischof Michael Gerber am Mittwoch eine Erklärung, damit die Aufarbeitung im Bistum starten kann.

dpa

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