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Politik Dicht gedrängt im Klinikaufzug: Klose bedauert Situation
Mehr Hessen Politik Dicht gedrängt im Klinikaufzug: Klose bedauert Situation
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17:12 16.04.2020
Kai Klose (Grüne), Sozialminister von Hessen. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Die Fahrt mehrerer Politiker dicht gedrängt in einem Klinikaufzug mitten in der Corona-Krise sorgt weiter für Kritik So etwas dürfe nicht passieren, vor allem nicht bei einem Besuch in einem Krankenhaus, sagte die Vorsitzende der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, Nancy Faeser, am Donnerstag.

Angesichts der Tatsache, dass viele Menschen wegen der Corona-Krise derzeit in existenziellen Nöten seien, sei dieses Bild "ein Desaster", kritisierte der FDP-Fraktionschef René Rock. Er erwarte von den Beteiligten eine Entschuldigung. Es reiche nicht, dies als Bagatelle abzutun.

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Ein Foto, das Ministerpräsident Volker Bouffier, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU), Sozialminister Kai Klose (Grüne) zusammen mit Mitarbeitern des Krankenhauses eng beieinander stehend im Aufzug zeigte, war am Dienstag durch die Sozialen Netzwerke gegangen. Wegen der Corona-Pandemie gelten eigentlich strenge Abstandsregeln.

Sozialminister Klose sagte am Donnerstag dazu: "Das war eine Situation, die so nicht hätte passieren dürfen." Trotz aller guten Vorsätze könne Unachtsamkeit zu solchen Situationen führen. "Das war nicht gut."

Bei der Polizei gingen unterdessen wegen des Vorfalls sieben Anzeigen ein, wie ein Sprecher des Präsidiums in Gießen berichtete. Da es sich um mögliche Ordnungswidrigkeiten handele, seien diese an die zuständige Behörde beim Landkreis Gießen zur Prüfung weitergeleitet worden.

Klose hatte zusammen mit Bouffier und Spahn die Uniklinik besucht und dort mit Ärzten und Pflegern gesprochen. Auch die Hessische Staatskanzlei hatte den Fehler noch am selben Tag eingeräumt: "Da muss man nicht groß drumherum reden: Das hätte nicht passieren dürfen. Auch wenn alle Mundschutz tragen... in diesem Aufzug stehen zu viele Menschen", schrieb sie auf Twitter.

dpa

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