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Millionen Botendienste von Apotheken im zweiten Corona-Jahr
Millionen Botendienste von Apotheken im zweiten Corona-Jahr
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09:24 06.02.2022
Eine Apothekerin steht in einer Apotheke vor einer ausgezogenen Medikamenten-Schublade.
Eine Apothekerin steht in einer Apotheke vor einer ausgezogenen Medikamenten-Schublade. Quelle: Friso Gentsch/dpa/Archivbild
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Zusätzliche Botendienste habe es für nicht verordnete Arzneimittel gegeben. Die Botendienste werden nach Ausbruch der Pandemie seit April 2020 zahlenmäßig erfasst. Im ersten Corona-Jahr wurden rund acht Prozent aller Verordnungen zu den Patienten gebracht.

"Die Botendienste sind im letzten Jahr noch wichtiger geworden", sagte der Verbandsvorsitzende Holger Seyfarth. Mit dem Einsetzen der Pandemie hätten die Apotheken ihre Lieferdienste quasi über Nacht ausgeweitet. Einzelne hätten bis zu 150 Botengänge täglich leisten müssen. Die Mitarbeiter berieten die Patienten auch gleich zu Fragen zur richtigen Anwendung. Vor der Pandemie seien Lieferungen nur in Ausnahmefällen gemacht worden.

Seit April 2020 bekommen die Apotheken für die Botendienste eine Aufwandsentschädigung von 2,50 Euro, die von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Selbst kalkulieren sie dem Verband zufolge den Kostenaufwand mit sieben Euro.

Nach Angaben des Apothekerverbandes wurden 2021 pro 1000 gesetzlich Versicherte pro Monat im Durchschnitt in Hessen 45 Botendienste erbracht. Damit lag das Bundesland weit über dem Bundesdurchschnitt von 34 Lieferungen. Bundesweit gab es im vergangenen Jahr fast 30 Millionen solcher Arznei-Lieferungen.

© dpa-infocom, dpa:220206-99-997052/2

dpa