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Politik Mehrere tausend Studienanfänger älter als 30 Jahre
Mehr Hessen Politik Mehrere tausend Studienanfänger älter als 30 Jahre
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07:30 11.05.2020
Studienanfänger sitzen in einem Hörsaal. Quelle: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

1651 waren 40 Jahre und älter. Zu den beliebtesten Fächergruppen der späten Studienanfänger gehörten die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, die Ingenieur- sowie Geisteswissenschaften. Eine genauere Auflistung der Fächer sei aus Datenschutzgründen nicht möglich, so das Ministerium.

Seit dem Jahr 2010 haben demnach 21 675 Studienanfänger zwischen 30 und 40 Jahren ihr Studium erfolgreich abgeschlossen, bei den über 40-Jährigen waren es 5757. Viele der älteren Erstsemester hatten bereits zuvor einen Hochschulabschluss erworben.

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Die Gründe für einen späten Studienbeginn sind vielfältig, wie Tobias Cepok erläutert, Hochschulreferent bei der Bildungsgewerkschaft GEW in Hessen. Ein Teil der älteren Studenten dürfte bereits Berufserfahrung haben und qualifiziere sich nun auf dem zweiten Bildungsweg weiter. Als Beispiel nannte Cepok Handwerksmeister, die in Hessen studieren können. Es gebe auch Akademiker, die sich mit einem zweiten Studium spezialisieren wollten.

"Lebenslanges Lernen ist ein zentrales bildungspolitisches Konzept, das in den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern von großer gesellschaftspolitischer Bedeutung ist", betonte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) in ihrer Antwort auf die Landtagsanfrage und verwies auf verschieden Fördermöglichkeiten wie das "Aufstiegs-BAföG".

dpa

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