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Politik Mehr als jeder zweite Kommunalpolitiker von Hetze betroffen
Mehr Hessen Politik Mehr als jeder zweite Kommunalpolitiker von Hetze betroffen
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10:24 09.09.2019
Ein Demonstrant zeigt während eines Protestes eine obszöne Geste. Quelle: Fredrik von Erichsen/Archivbild
Frankfurt/Main

Zehn Prozent antworteten in der nicht-repräsentativen Umfrage, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten bedroht worden seien. Und 14 Prozent gaben an, dass sie wegen Beleidigungen oder Bedrohungen schon über einen Amtsverzicht nachgedacht hätten.

Anlässe für verbale Attacken waren an erster Stelle Straßensperrungen oder Bußgeldscheide: Das Thema Verkehr hatte einen Anteil von 49 Prozent, wobei die Kommunalpolitiker mehrere Themen nennen konnten, bei denen sie Hetze erfahren haben. An zweiter Stelle folgten Baugenehmigungen und Bauaufsicht (36 Prozent) und erst an dritter Stelle Fragen der Flüchtlings- und Asylpolitik (35 Prozent). Häufiger genannt wurden auch Tier- und Naturschutz (20 Prozent) und Familienfragen wie Sorgerecht oder Maßnahmen des Jugendamts (13 Prozent).

Sofern die Urheber bestimmbar waren, kamen sie nach Einschätzung der Kommunalpolitiker zu 21 Prozent aus rechtsextremen Kreisen. Danach folgten Reichsbürger (20 Prozent), Natur- oder Tierschützer (11 Prozent), Windkraftgegner (7 Prozent) und Linksextreme (5 Prozent).

An der Umfrage beteiligten sich von Mitte Juli bis Ende August 322 von 444 Landräten und Bürgermeistern in allen hessischen Kommunen. Allen Teilnehmern wurde Anonymität zugesichert. Detailergebnisse zu einzelnen Kommunen oder Kreise wurden nicht veröffentlicht.

dpa

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