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Politik Mehr als 1200 neue Corona-Infektionen in Hessen
Mehr Hessen Politik Mehr als 1200 neue Corona-Infektionen in Hessen
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18:02 21.12.2020
Zwei FFP3 Atemschutzmasken liegen auf einem Tisch im Sonnenschein.
Zwei FFP3 Atemschutzmasken liegen auf einem Tisch im Sonnenschein. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Wiesbaden

In Hessen ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen binnen eines Tages um 1246 Fälle gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 121 962 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert worden, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Montag (Stand 0.00 Uhr) hervorgeht. Insgesamt 2147 Menschen starben an oder mit Covid-19. Damit gab es seit Sonntag 28 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die sogenannte Inzidenz - also die Zahl von Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen - lag bei 209.

Nach Angaben des Sozialministeriums (Stand 00.00 Uhr) lag die Mehrheit der hessischen Kreise und kreisfreien Städte in der höchsten Alarmstufe des Landes, die ab einer Inzidenz von 200 gilt und Maßnahmen wie verschärfte Ausgangsbeschränkungen nach sich zieht. Den höchsten Wert hatte der Odenwaldkreis mit einer Inzidenz von 357, gefolgt von den Kreisen Waldeck-Frankenberg (313,4) und Limburg-Weilburg (307,2).

Von Kommunen selbst gemeldete Werte können von den RKI-Zahlen abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des hessischen Sozialministeriums in Wiesbaden.

Nach den Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin wurden in Hessen 434 Corona-Patienten in Krankenhäusern intensivmedizinisch behandelt (Stand: Montag 15.19 Uhr). Das entsprach rund 23 Prozent aller belegten Intensivbetten. 244 Covid-19-Patienten wurden beatmet.

Trotz der angespannten Situation in Hessens Krankenhäusern wegen der Corona-Pandemie ist die Versorgung der Patienten weiter gewährleistet. Dazu trage auch die gute Zusammenarbeit der Häuser untereinander bei, erklärte Sozialminister Kai Klose (Grüne). "Dabei können besondere Belastungen in einzelnen Teilen des Landes ausgeglichen werden." Von der angespannten Lage seien derzeit vor allem Kliniken in den südlichen Landesteilen betroffen.

"Präventive Verlegungen, um die hochgradig belasteten Versorgungsgebiete zu entlasten und ungeplante Verlegungen zu vermeiden, gab und gibt es", erläuterte Klose. "Wegen akuter Überbelegung wurden jedoch noch keine Patienten verlegt."

Aktuell sei verfügt worden, dass alle Krankenhäuser, die sich an der Notfallversorgung beteiligen oder über einen Versorgungsauftrag für Innere Medizin verfügen, einen prozentualen Anteil ihrer Betten für Covid-Patienten oder Verdachtsfälle zur Verfügung stellen. "Damit wird gewährleistet, dass die Belastung der Krankenhäuser möglichst gleichmäßig verteilt wird", erklärte der Minister. Er begrüßte, dass der Bund wieder Freihaltepauschalen eingeführt habe, damit Kliniken eine Ausgleichszahlung bekommen.

Am Montag war zunächst unklar, wie viele Corona-Impfdosen die Landesregierung zu welchem Zeitpunkt in Hessen erwartet und wann mit einem Start der Impfungen in den Impfzentren gerechnet wird. Eine Anfrage blieb bis zum frühen Abend unbeantwortet.

dpa