Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Mehr Geld in 2022 für Sanierung der hessischen Landesstraßen
Mehr Hessen Politik Mehr Geld in 2022 für Sanierung der hessischen Landesstraßen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:13 27.12.2021
Anzeige
Wiesbaden

In die Infrastruktur von Landes- und Bundesstraßen sind im Jahr 2021 insgesamt rund 332 Millionen Euro investiert worden. Dazu zählten die Sanierung und der Neubau von Straßen, Brücken und Radwegen sowie Lärmschutz und der Um- oder Ausbau von Strecken oder Knotenpunkten, teilte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mit.

Rund 187 Millionen Euro seien dabei in Bundesstraßen und 124 Millionen in Landesstraßen geflossen. Für den Neubau und die Sanierung von begleitenden Radwegen in Hessen wurden nach Angaben des Verkehrsministers 13 Millionen Euro an Bundes- und 8 Millionen Euro an Landesstraßen investiert.

"Seit Jahren setzen wir in Hessen den Schwerpunkt im Landesstraßenbau auf Sanierung und Erhalt der Straßen", erklärte der Grünen-Politiker. Mehr als 90 Prozent der Investitionen in die Landesstraßen dienten auch 2021 der Instandsetzung der Straßeninfrastruktur. Bei den Bundesstraßen verteilten sich die Mittel hälftig auf Neu- und Ausbau sowie Sanierung.

Im kommenden Jahr würden die Landes- und Bundesmittel weiter aufgestockt, kündigte der Verkehrsminister an. "2022 wird voraussichtlich so viel Geld wie noch nie für die Sanierung der hessischen Landesstraßen zur Verfügung stehen." Der Entwurf für den Landeshaushalt sehe eine Rekordsumme von 150 Millionen Euro für die Landesstraßen vor. Für den Radwegebau würden 13 Millionen Euro eingeplant. "Das gab es noch nie." Hinzu kommen Gelder des Bundes. Insgesamt seien letztlich 364 Millionen Euro von Bund und Land für den Straßen, Radwege- und Brückenbau vorgesehen, teilte Al-Wazir mit. Für die Radwege seien 15 Millionen Euro vorgesehen.

Die Sanierungsoffensive mit dem Schwerpunkt Erhalt vor Neubau bei gleichzeitiger Erhöhung der Mittel zeige bereits Wirkung, betonte der Verkehrsminister. Während von 2012 bis 2015 im Schnitt jährlich 77 Kilometer saniert wurden, seien es in den Jahren 2016 bis 2019 bereits durchschnittlich 125 Kilometer pro Jahr gewesen. Die Planungen für die Jahre 2020 bis 2023 sähen eine weitere Steigerung auf durchschnittlich 162 Kilometer pro Jahr vor.

© dpa-infocom, dpa:211227-99-512033/2

dpa