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Politik Mainzer OB Ebling für Stärkung von regionalem Tourismus
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05:56 15.04.2021
Michael Ebling (SPD), Oberbürgermeister von Mainz.
Michael Ebling (SPD), Oberbürgermeister von Mainz. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild
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Mainz

Der Tourismus steht nach Einschätzung des Mainzer Oberbürgermeisters Michael Ebling (SPD) vor einer grundlegenden Veränderung. Es werde nicht möglich sein, einfach wieder an die Zeit vor Corona anzuknüpfen, sagte Ebling der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen das nachhaltige Reisen befördern und dabei den regionalen Blick stärken."

Nach dem Wegfall vieler Flugreisen hatte Mainz im Sommer vergangenen Jahres nach Angaben der Stadt an Wochenenden eine Auslastung der Hotels von 70 Prozent. "Dies wollen wir weiter stärken, indem wir die regionale Anbindung verbessern", sagte Ebling. So biete sich nach einem drei- oder viertägigen Mainz-Besuch ein Abstecher nach Hessen an, um auch Wiesbaden und den Rheingau zu erleben. "Wir sollten uns den in Mainz über Jahrhunderte hinweg vertrauten Blick auf das andere Rheinufer bewahren." Auch in Rheinhessen gebe es lohnende Ziele, die sich gut mit Erlebnissen in der Stadt und rechts des Rheins verbinden ließen.

Eine hohe Besucherfrequenz ist aus Sicht des OB auch entscheidend, um die Innenstädte weiter lebendig zu halten. "Dafür ist es wichtig, den Menschen ein gutes Gefühl geben, dass es sich lohnt, in der Innenstadt unterwegs zu sein", sagte Ebling, der auch Vorsitzender des Städtetags Rheinland-Pfalz ist. Der Corona-Sommer 2020 habe gezeigt, dass die Außengastronomie dazu einen wichtigen Beitrag leiste.

"Kurzfristige Planungen für Veranstaltungen sind zurzeit kaum möglich, aber wir richten den Blick auf Sommer und Herbst", sagte Ebling. "Künftig wollen wir auch mehr Plätze bespielen, die wir bisher nicht im Fokus hatten, etwa den Tritonplatz und den Ballplatz." Auch werde ein neues Beleuchtungskonzept für die Innenstadt vorbereitet.

Voraussichtlich im Juli soll der Tourismus-Shop der Stadt zum Marktplatz verlagert werden, als "Anlaufpunkt, der auch eine Verknüpfung mit regionalen Produkten bietet". Und dann will Mainz auch seine Attraktivität für Kongresse ausbauen. Von einem geplanten "Convention Bureau Rheinland-Pfalz" mit Unterstützung des Landes erhofft sich die Stadt, im Zusammenspiel mit Koblenz, Ludwigshafen, Trier, Kaiserslautern und Worms, die Konferenzmöglichkeiten zentraler zu vermarkten und sich so gegenseitig zu stärken.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-210108/2

dpa