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Politik Linksfraktion: Privatisierung von Klinik rückgängig machen
Mehr Hessen Politik Linksfraktion: Privatisierung von Klinik rückgängig machen
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16:55 11.11.2021
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Wiesbaden

Der Schritt sei ein schwerer Fehler gewesen, sagte der Fraktionsvorsitzende Jan Schalauske am Donnerstag in Wiesbaden. "Dieser ging und geht zu Lasten der Beschäftigten, der Patientinnen und Patienten sowie von Forschung und Lehre."

Das Uniklinikum war 2006 vom Land Hessen an die Rhön-Klinikum AG verkauft worden, die mittlerweile von Asklepios übernommen wurde. Die Privatisierung war bundesweit die erste eines Universitätsklinikums und löste auch Kritik aus. Wiederholt gab es Berichte über Personalmangel, Arbeitsverdichtung und hohe Ausfallzeiten.

In einer Petition forderten inzwischen mehr als 18.200 Menschen eine Rückabwicklung der gescheiterten Privatisierung durch das Land, sagte Schalauske. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Daniela Sommer, kritisierte, die Landesregierung lasse die Beschäftigten und damit auch die Patientinnen und Patienten im Stich und nehme Proteste nicht ernst.

Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne), sagte, die Privatisierung sei aus ihrer Sicht eine Fehlentscheidung gewesen, mit der man umgehen müsse. Sie wolle nun das Bestmögliche erreichen für die Patientinnen und Patienten, für die Beschäftigten, im Sinne von Forschung und Lehre, sagte die Ministerin. Man müsse aber genau hinschauen: Was sind die Ursachen für die Probleme? Diese müssten nicht nur mit der Privatisierung zu tun haben.

© dpa-infocom, dpa:211111-99-960621/3

dpa