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Politik Externe Berater sollen Vorwürfe gegen Awo aufklären
Mehr Hessen Politik Externe Berater sollen Vorwürfe gegen Awo aufklären
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17:14 05.12.2019
Das Logo der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist an einem Gebäude im Ostend der Stadt zu sehen. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
Frankfurt/Main

Der seit Wochen in der Kritik stehende Frankfurter Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) will mit Hilfe externer Berater die Vorwürfe aufarbeiten. Nach ersten Sondierungsgesprächen stehe fest, dass die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers die Awo unterstützen und beraten werde, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Man werde zwei Compliance Officer bestellen. "Damit haben wir einen wichtigen Schritt zu mehr Transparenz besiegelt", sagte Ansgar Dittmar, Vorsitzender des Frankfurter Awo-Präsidiums.

Zudem hieß es, die in der Kritik stehenden Beziehungen der Kreisverbände Frankfurt und Wiesbaden stünden auf dem Prüfstand. In einem ersten Schritt seien alle bestehenden Verträge zwischen Frankfurt und Wiesbaden beendet worden. Vor allem verwandtschaftliche Verflechtungen hatten für Kritik gesorgt.

Nachdem die Frankfurter Sozialdezernentin bereits einen Teil der Zuschüsse für die Awo einfrieren ließ, fordert die CDU-Fraktion im Römer, das Revisionsamt solle die wirtschaftliche Verwendung der städtischen Zuschüsse prüfen. "Wir begrüßen die Transparenzbemühungen Einzelner bei der Awo, aber eine Prüfung der Bücher durch den Magistrat ist nötig, um die Sachverhalte aufzuklären und ein klares Bild herzustellen", sagte der Fraktionsvorsitzende Nils Kößler am Donnerstag.

Auch Sozial- und Bildungsdezernat sind bereits im Gespräch mit dem Revisionsamt. Man gehe allerdings davon aus, dass sich die Prüfung bis in den Januar hinziehe, sagte eine Sprecherin des Sozialdezernats. Die jeweils quartalsweise vergebenen und daher erstmals im Januar einbehaltenen sogenannten Overheadkosten - eine Verwaltungspauschale von zehn Prozent der Personalkosten und einen Sockelbetrag - bezifferte die Sprecherin des Sozialdezernats am Donnerstag mit 153 000 Euro.

Nach staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und Medienberichten über Luxus-Dienstwagen und ungewöhnlich hohe Gehälter für einige Mitarbeiter waren das Präsidium und später der Kreisausschuss mit den Ortsvereinsvorsitzenden am Dienstagabend zu einer Krisensitzung zusammengekommen. Der Awo-Vorstand kündigte anschließend an, die Dienstwagenrichtlinie werde angepasst, "um der laut gewordenen Kritik Rechnung zu tragen". Auch Gehaltsgefüge und Eingruppierungen sollten kritisch geprüft werden, hieß es. Um auch die Arbeit des Präsidiums zu stärken und mit neuem Vertrauen auszustatten, solle es im Januar 2020 eine Neuwahl geben.

dpa

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