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Politik Klose lobt Arbeit der sozialen Fachkräfte
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17:18 29.04.2021
Der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) mit Maske.
Der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) mit Maske. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa-Pool/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Das belege, dass Hessen auf dem richtigen Weg sei, dem Fachkräftemangel in diesem Bereich wirksam entgegenzuwirken.

Der Sozialminister betonte im hessischen Landtag die besondere Leistung und den zentralen Beitrag der sozialen und pädagogischen Fachkräfte unter erschwerten Arbeitsbedingungen in der Corona-Pandemie. Für diesen Einsatz habe er sich auch mit einem Schreiben persönlich bei den Fachkräften bedankt. Die Landesregierung unterstützte sie mit einer Vielzahl an Maßnahmen. Mit der Öffnung der Priorisierungsgruppe 3 seien die Beschäftigten nun auch impfberechtigt.

Die Linke-Fraktion hatte in der Debatte mehr Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen für die sozialen und pädagogischen Fachkräfte gefordert. Die Belastungen der Corona-Pandemie verstärkten die oft belastete Arbeitssituation der Mitarbeiter zusätzlich, erklärte die Sozialexpertin Christiane Böhm. Wenn dem nicht entschlossen gegengesteuert werde, drohe spätestens nach der Pandemie ein starker Verlust an Fachkräften in allen Bereichen der sozialen und pädagogischen Arbeit.

Die Linke-Politikerin forderte unter anderem kurzfristige Impfangebote für die Beschäftigten, einen Runden Tisch "Kinder und Jugendliche in der Pandemie" sowie langfristige und höhere Finanzierungszusagen vom Land, um Verbesserungen in der sozialen und pädagogischen Arbeit abzusichern. "Es wird Zeit für einen Kurswechsel", mahnte Böhm. "Wir müssen das Soziale stärken, statt es den Verwerfungen der Corona-Pandemie zu opfern."

Auch die SPD-Abgeordnete Lisa Gnadl forderte, die vollständige Impfung der Erzieherinnen, der Auszubildenden in den Kitas sowie der Tagespflegepersonen zu beschleunigen. Zudem müssten eine flächendeckende Teststrategie für Kitas aufgelegt, ausreichend kostenlose Masken zur Verfügung gestellt und die Kita-Gruppen strikter voneinander getrennt werden.

© dpa-infocom, dpa:210429-99-405416/3

dpa