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Politik Klose: Kosten für Impfung für mehr Menschen übernehmen
Mehr Hessen Politik Klose: Kosten für Impfung für mehr Menschen übernehmen
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05:55 02.10.2020
Kai Klose spricht bei einer Pressekonferenz. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Die Kosten der Grippeschutzimpfung sollten laut Forderungen aus Hessen für mehr Versicherte der gesetzlichen Kassen übernommen werden als bislang. Sozialminister Kai Klose (Grüne) wandte sich gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Brandenburg und Baden-Württemberg mit einem Schreiben an die Gesundheitsministerkonferenz, wie eine Ministeriumssprecherin in Wiesbaden der dpa mitteilte.

"Angesichts der Covid-19-Pandemie und den steigenden Infektionszahlen rechnen wir in den Herbst- und Wintermonaten mit einer erhöhten Belastung des Gesundheitssystems", heißt es in dem Schreiben. Um Kapazitätsengpässe durch Influenza-Patienten in den Kliniken zu vermeiden, sei es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen.

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Die drei Länder plädieren dafür, dass neben den Risikogruppen, die zurecht bevorzugt würden, auch die breite Bevölkerung eine Impfung in Anspruch nehmen könne - insbesondere Kinder ab einem Alter von sechs Monaten. Bislang haben alle Patienten über 60 Jahren Anspruch auf die Impfung, außerdem unter anderem Risikopatienten und Menschen, die beruflich einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind, wie das Ministerium mitteilte.

In der Grippesaison 2018/19 sei mehr als jeder fünfte Erkrankte auf eine stationäre Behandlung angewiesen gewesen, im Vorjahr sogar mehr als jeder vierte, heißt es in dem Ministerschreiben. "In der Covid-19-Pandemie ist es wichtig, ausreichende Kapazitäten für die stationäre Behandlung von Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen frei zu halten." Eine Grippewelle wie 2017/18 könne zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen - "dies sollten wir mit allen Mitteln vermeiden".

dpa