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Politik Kirchenpräsident warnt vor vorschnellen Erwartungen
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12:55 29.01.2020
Volker Jung, Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
Frankfurt/Main

Viel werde davon abhängen, "ob Ergebnisse erzielt werden, die dann auch in konkrete Reformschritte umgesetzt werden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Die Erwartungen und Hoffnungen sind groß. Deshalb wird der Synodale Weg auch die Vorbereitungen auf den Ökumenischen Kirchentag (2021 in Frankfurt) mit prägen." Viele Christinnen und Christen in beiden Kirchen wünschten sich, dass noch mehr Ökumene sichtbar wird und gelebt wird.

Gleichzeitig warnte Jung davor, "den Prozess jetzt nicht mit vorschnellen Erwartungen an die Ökumene zu überfrachten". Er glaube, es gehe zunächst einmal darum, "sich innerkatholisch auf eine neue Linie zu verständigen. Wenn dabei sichtbar wird, dass die beiden Kirchen viel mehr verbindet als sie trennt, wäre das ein hoffnungsvolles Signal."

Beim Abendmahlsverständnis sehe er große Möglichkeiten, besser zueinander zu finden, sagte Jung. Im Blick auf das Amtsverständnis gehe es auch um die Rolle von Nicht-Ordinierten und Frauen in der Kirche. "Da sind beide Kirchen seit der Reformation unterschiedliche Wege gegangen."

Die Synodalversammlung soll Reformvorschläge unter anderem zur verpflichtenden Ehelosigkeit der Priester und zur Stellung der Frau in der Kirche ausarbeiten. Zumindest der Veranstaltungsort verkörpert ökumenische Gastfreundschaft: Wegen eingeschränkten Platzes im Frankfurter Bartholomäusdom findet die erste Plenarversammlung nach dem Eröffnungsgottesdienst im Dominikanerkloster statt - hier tagt traditionell die Synode der EKHN.

dpa

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