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Politik Keine erhöhte Zahl von bedrohten Politikern nach Lübcke-Mord
Mehr Hessen Politik Keine erhöhte Zahl von bedrohten Politikern nach Lübcke-Mord
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06:00 28.06.2019
Wiesbaden

"Wir können deswegen keine Steigerung erkennen", sagte ein LKA-Sprecher auf Anfrage in Wiesbaden. Jährlich gebe es etwa zehn Fälle, bei denen die Experten für Personen des öffentlichen Lebens die Gefährdungslage bewerten. Dauerhaft gebe es weniger als fünf Personen in Hessen, die ständigen Schutz bekommen.

Zu diesen Personen zählen zum Beispiel Politiker und Manager. Es geht um Menschen, die im gesellschaftlichen Fokus stehen. "Darüber hinaus hat aber jeder das Recht, sich von der Polizei beraten zu lassen, wenn er sich bedroht fühlt. Die einzelnen Fälle würden individuell geprüft", sagte der Sprecher.

Bei den Bedrohungen handelt es sich den Angaben zufolge meist um anonyme Schreiben oder Nachrichten in sozialen Medien. Durch Social Media sei der Ton in der Kommunikation bedeutend rauer geworden. "Da werden Dinge geschrieben, die sich normal keiner ins Gesicht sagen würde", sagte der Sprecher.

Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) wurde in der Nacht zum 2. Juni mit einem Kopfschuss getötet. Der Generalbundesanwalt, der mittlerweile die Ermittlungen übernommen hat, geht von einem rechtsextremistischen Hintergrund aus. Auch Lübcke war im Vorfeld immer wieder bedroht worden.

dpa

Der Verdächtige im Mordfall Lübcke hat umfangreich gestanden. Es kommt zu weiteren Festnahmen. Gefasst wird der mutmaßliche Lieferant der Tatwaffe. Die Ermittlungen sind damit aber noch nicht beendet. Derweil kommen in Kassel Tausende zu einer Demo zusammen.

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