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Politik Kassenärzte: Pläne für Notfallversorgung machbar aber teuer
Mehr Hessen Politik Kassenärzte: Pläne für Notfallversorgung machbar aber teuer
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13:44 11.11.2019
Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, Frank Dastych. Quelle: Nicolas Armer/dpa/Archivbild
Frankfurt

Die geplante Reform sei machbar, aber deutlich teurer als die derzeitige Versorgung, sagte Frank Dastych, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Hessen. Die Krankenkassen müssten sich "ihrer Verantwortung stellen und die dadurch entstehenden Mehraufwände finanzieren".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Rettungsstellen der Kliniken mit einer grundlegenden Reform der Notfallversorgung entlasten. Wer direkt ins Krankenhaus geht, soll demnach in sogenannten Integrierten Notfallzentrum (INZ) Hilfe bekommen. Diese Zentren sollen eine Notfallversorgung vornehmen und den Weg in eine stationäre Aufnahme oder ambulante Versorgung ebnen.

Wie die KV am Montag erläuterte, sind diese INZ an sechs hessischen Kliniken geplant - und zwar in Kassel, Fulda, Giessen, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Ergänzend soll es in 15 Kliniken gemeinsame Tresen geben, wo Notfallambulanz und Bereitschaftsdienstzentrale die Patientensteuerung optimieren. Ein Modellversuch zu einem solchen gemeinsamen Tresen laufe derzeit erfolgreich am Frankfurter Klinikum Höchst, hieß es. Dort werden die Patienten entweder in die Klinik oder in eine angegliederte Praxis weitergeleitet.

Die KV-Vorstände Dastych und Eckhard Starke verwiesen aber auch auf die hohen zusätzlichen Kosten der Reformpläne. So kosteten die sechs INZ im Vergleich zur jetzigen Versorgung etwa 20 Millionen Euro mehr im Jahr. Zudem würden die nötigen Ärzte dann im ambulanten Bereich fehlen. Die zusätzlichen 15 Tresen schlagen laut KV mit jeweils etwa 300 000 Euro zu Buche.

dpa

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