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Politik Kämmerer: Wiederanlaufen nach Corona wird "harte Zeit"
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09:45 05.11.2021
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Frankfurt/Main

"Es ist absehbar, dass wir 2023 oder 2024 noch nicht von normalen Jahren sprechen können. Ob wir danach wieder von solchen Jahren ausgehen, da würde ich noch ein Fragezeichen dransetzen."

Die Hilfen von Bund und Land hätten die Ausfälle während der Corona-Pandemie "zum Teil überkompensiert". Die Verwaltung sei daher glimpflich davongekommen. Allerdings rissen fehlende Einnahmen bei den Beteiligungen, etwa an der Messe oder Fraport, Löcher in den Haushalt. Auch beim öffentlichen Nahverkehr seien bei gleichbleibenden Kosten Einnahmen weggebrochen. "Es ist unstrittig, dass wir den Nahverkehr ausbauen wollen, das wird auch so passieren", versprach Begerhoff. "Aber es ist klar, dass sich in einem längeren Planungszeitraum die Dinge auch mal nach hinten verschieben können."

Die Kultur werde zwar als prioritär angesehen, sagte Begerhoff, allerdings müsse man auch sagen: "Wenn es Menschen gibt, die ohne staatliche Unterstützung kein menschenwürdiges Leben führen können, dann müssen wir die erst einmal bedienen. Und in diesem Sinne gibt es Dinge, die noch wichtiger sind als Kultur."

Die Rücklagen von Hessens größter Kommune seien so weit abgeschmolzen, "dass wir uns in den nächsten Jahren mit - sozusagen - negativen Rücklagen beschäftigen werden müssen. Da ist die Hessische Gemeindeordnung klar: Man muss erklären, wie man da wieder rauskommt. Die Konsolidierung des Haushalts bleibt also auf der Tagesordnung."

© dpa-infocom, dpa:211105-99-876504/3

dpa