Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Innenministerium: Bereitschaft zur Hilfe in Impfzentren groß
Mehr Hessen Politik Innenministerium: Bereitschaft zur Hilfe in Impfzentren groß
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:35 07.12.2020
Schutzimpfung in einer Arztpraxis.
Schutzimpfung in einer Arztpraxis. Quelle: Martin Schutt/ZB/dpa
Anzeige
Wiesbaden/Frankfurt/Kassel/Darmstadt

In Hessens Städten haben sich bereits viele Freiwillige für die Mitarbeit in den Corona-Impfzentren gemeldet. "Die Bereitschaft zur Unterstützung ist groß", sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es werde aber weiterhin eine Vielzahl an Freiwilligen benötigt. Sobald ein Impfstoff gegen Covid-19 verfügbar ist, soll in Hessen mit der Immunisierung der Bevölkerung begonnen werden. Dazu errichten die Kommunen aktuell landesweit 28 Impfzentren, für die noch Personal fehlt. Medizinisches Material sei dagegen bereits ausreichend vorhanden.

Beim Gesundheitsamt FRANKFURT haben sich bereits über 100 Freiwillige gemeldet. Derzeit werde der genaue Personalbedarf, auch unter Hinzuziehung der freiwilligen Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes festgelegt, und es würden klare Anforderungskriterien für Freiwillige entwickelt, sagte eine Sprecherin.

"Ich bin überwältigt und dankbar über die große Bereitschaft, mithelfen zu wollen", erklärte KASSELS Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD). Die Stadt komme bei der Rekrutierung des Personals für ihr Impfzentrum und für die mobilen Impfteams gut voran. Genaue Zahlen nannte Kassel nicht. Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs werde "personell nachgesteuert".

Es hätten sich bereits viele Menschen gemeldet, die ihre Hilfe angeboten hätten, erklärte die Stadt DARMSTADT. Darunter seien auch Ärzte, medizinisches Fachpersonal, aber auch Personen mit einer kaufmännischen Ausbildung. "Wir gehen davon aus, dass unter Volllast rund 70 Mitarbeitende pro Schicht benötigt werden", sagte ein Sprecher. Interessierte könnten sich weiterhin melden, da das Impfzentrum für einen längeren Zeitraum angelegt sei.

Die größte Herausforderung sei im Moment der Mangel an medizinischem Personal, das die Impfdosen verabreichen könne, sagte eine Sprecherin in WIESBADEN. Dringend gesucht würden Humanmediziner, Apotheker, medizinische Fachangestellte, medizinisch- und pharmazeutisch-technische Assistenten sowie operations- und anästhesie-technische Assistenten. Auch Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Personen mit einer vergleichbaren Ausbildung könnten sich bewerben. Das gelte auch für Notfallsanitäter, Kinderkrankenschwestern und Hebammen.

dpa