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Politik Infektionen in Paketzentrum lassen Fallzahlen steigen
Mehr Hessen Politik Infektionen in Paketzentrum lassen Fallzahlen steigen
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16:43 25.09.2020
Ein Wattestäbchen mit einem Abstrich wird im Labor für einen Corona-Test verarbeitet. Quelle: Oliver Berg/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden/Obertshausen

Das Sozialministerium in Wiesbaden (Stand 14.00 Uhr) meldete am Freitag auch zwei neue Todesfälle (Gesamtzahl 548).

Die höchste Sieben-Tages-Inzidenz in Hessen hatte Ende der Woche der Kreis Groß-Gerau mit 26,4. Diese wichtige Kennzahl gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen bekannt wurden. Ab einem Wert von 20 gelten in Hessen unter anderem eine erhöhte Aufmerksamkeit und ein erweitertes Meldewesen.

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In Wiesbaden wurde am Freitag das Besuchsverbot in Kliniken verlängert. Es gilt nun für weitere drei Wochen bis 18. Oktober. Die Stadt Offenbach hat die Maskenpflicht in der Gastronomie und die auf 50 Menschen beschränkte Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen erneut um eine Woche verlängert.

In einem Paketverteilzentrum in Obertshausen (Kreis Offenbach) hatte es in den vergangenen Tagen 33 bestätigte Corona-Infektionen gegeben. Die Gesundheitsämter verschiedener Kreise waren am Freitag damit beschäftigt, die Kontaktpersonen der Infizierten zu ermitteln. Laut Kreisverwaltung wohnen nur 17 der Infizierten im Kreis Offenbach. Die Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis Offenbach lag am Freitag bei 18,5.

Am Freitag gab es nach Angaben einer Sprecherin keinen neuen Stand. Man warte auf die Ergebnisse der Tests der rund 750 Beschäftigten des Zentrums. Weitere Kreise in der Region führen einen Anstieg bei den Fallzahlen auf diesen Ausbruch zurück. Der Main-Kinzig-Kreis (Sieben-Tages-Inzidenz 16,1) beispielsweise meldete am Freitag zwölf neue Coronavirus-Fälle: "Vier dieser Fälle sind dem Ausbruch in einem Paketzentrum im Landkreis Offenbach zuzurechnen", hieß es.

dpa