Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn wird 100 Jahre
Mehr Hessen Politik Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn wird 100 Jahre
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:32 25.03.2021
Die Auschwitz-Überlebende Trude Simonsohn lacht herzlich.
Die Auschwitz-Überlebende Trude Simonsohn lacht herzlich. Quelle: picture alliance / dpa
Anzeige
Frankfurt

"Du hast junge Menschen immer bestärkt, gegen Rassismus und Antisemitismus einzutreten", sagte das Stadtoberhaupt. Trude Simonsohn wurde am 25. März 1921 in Olmütz im heutigen Tschechien geboren. Nach dem Einmarsch Nazi-Deutschlands 1939 schloss sie sich einer jüdischen Jugendbewegung an und wurde festgenommen.

Simonsohn kam später in das Konzentrationslager Theresienstadt, wo sie ihren Mann kennenlernte und heiratete. Beide wurden später nach Auschwitz deportiert und überlebten. Nach dem Krieg zog das Paar zunächst nach Hamburg und dann nach Frankfurt. Feldmann würdigte besonders ihre Arbeit als Zeitzeugin mit Jugendlichen, ihr Engagement bei der Gründung der Bildungsstätte Anne Frank und ihre langjährige Tätigkeit in der Jüdischen Gemeinde. Simonsohn gehörte dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurts an, viele Jahre als Vorsitzende.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gratulierte Simonsohn zu ihrem 100. Geburtstag. Die Trägerin der Wilhelm-Leuschner-Medaille und Ehrenbürgerin der Stadt Frankfurt sei "wahrlich eine Jahrhundertzeugin", so Bouffier in seinem Glückwunschschreiben. Er würdigte Simonsohns Lebensleistung: "Die dunkelsten Stunden haben Sie durchleben müssen und überlebt. Ihre Entbehrungen, Erfahrungen und den Schmerz haben Sie mahnend an die jüngere Generation weitergegeben, damit sich diese furchtbaren Geschehnisse nie wieder ereignen."

© dpa-infocom, dpa:210325-99-961158/3

dpa