Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Höchstwert bei Neuinfektionen an einem Tag in Offenbach
Mehr Hessen Politik Höchstwert bei Neuinfektionen an einem Tag in Offenbach
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:03 20.08.2020
Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2.
Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
Anzeige
Offenbach

Damit lag die 7-Tage-Inzidenz nun bei 44,3 Fällen je 100 000 Einwohner. Damit überschreitet Offenbach die nächste Schwelle im mehrstufigen Präventionskonzept des Landes. Das sieht ab einem Wert von 35 erweiterte Maßnahmen sowie die Einbindung des Planungsstabes Covid-19 des Sozialministeriums vor.

Die allermeisten Neuinfektionen gingen auf jüngere Reiserückkehrer zurück. So hätten sich beispielsweise Schüler in den Ferien in Kroatien und Portugal aufgehalten, beides Länder, die zu dem Zeitpunkt keine Risikogebiete gewesen seien. Am Donnerstag sprach das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für Teile Kroatiens aus.

Der Verwaltungsstab in Offenbach beschloss eine erweiterte Maskenpflicht, auch für Vereinsräume, Umkleide- und Sanitärräume, Bildungsstätten sowie Sport- und Kultureinrichtungen. Auch bei Gottesdiensten oder anderen Veranstaltungen in Kirchen, Moscheen und Synagogen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Eine Melde- und Quarantänepflicht gilt in Offenbach fortan auch für Einreisende etwa aus Kroatien, Rumänien und Bulgarien, die nur teilweise als Risikogebiete ausgewiesen seien. Zudem muss in den Schulen auch in den Unterrichtsräumen eine Alltagsmaske getragen werden. Lehrer seien gehalten, keine Schüler ohne Maske in Unterrichtsräume zu lassen.

Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) sagte, 51 der 57 Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen gingen auf Urlauber zurück, die nach ihrer Rückkehr positiv getestet worden seien. "Wir kennen also die Ursache für die gestiegenen Zahlen in Offenbach relativ gut. Aktuell müssen wir vorerst nichts verbieten und nichts schließen."

dpa