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Politik Hinz: Wollen modernen ländlichen Raum und kein Bullerbü
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11:24 17.03.2021
Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) hat den Aktionsplan zur Stärkung der ländlichen Regionen gegen Kritik verteidigt.
Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) hat den Aktionsplan zur Stärkung der ländlichen Regionen gegen Kritik verteidigt. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Mit den Förderprogrammen sollen Möglichkeiten geschaffen werden, dass junge Leute und junge Familien gerne im ländlichen Raum blieben und ältere Menschen dort einen guten Lebensabend verbringen könnten, sagte die Ministerin am Mittwoch im Wiesbadener Landtag. "Wir wollen einen modernen ländlichen Raum und kein Bullerbü." Es gehe darum, lebendige Ortskerne mit modernen Wohnungen zusammenzubringen.

Die ländlichen Räume in Hessen umfassen rund 80 Prozent der Landesfläche mit rund 2000 Dörfern sowie 370 kleineren Städten und Gemeinden. Mehr als die Hälfte der hessischen Bevölkerung lebt damit auf dem Land.

In dem Aktionsplan "Starkes Land - gutes Leben" werden die Förderprogramme des Landes gebündelt. Insgesamt sollen in diesem Jahr dafür rund 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Der Plan umfasst neun Bereiche. Dabei geht es neben der Dorfentwicklung, der Ausweitung des Bus-, Bahn- und Radverkehrs sowie dem Ausbau der digitalen Versorgung etwa auch um die medizinische Versorgung und die Sicherung von Arbeitsplätzen in den ländlichen Regionen Hessens.

Die Landtagsopposition warf der Landesregierung in der Debatte vor, nur mit Schlagwörtern und Ankündigungen zu agieren. Die Kommunen seien chronisch unterfinanziert, es gebe gravierende Strukturprobleme. Gerade die Infrastruktur, die digitale Vernetzung sowie die medizinische Versorgung und Kinderbetreuung müssten für gleichwertige Lebensverhältnisse verbessert werden.

© dpa-infocom, dpa:210317-99-857548/2

dpa