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Politik Hinz: Al-Wazir wäre in "Ampel" Ministerpräsident
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15:46 29.10.2018
Priska Hinz, Spitzenkandidatin der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Foto: Ralf Hirschberger
Priska Hinz, Spitzenkandidatin der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Foto: Ralf Hirschberger
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Berlin/Wiesbaden

Es sei zwar richtig, dass Frauen bei den Grünen Listenaufstellungen immer die Nummer eins stellten, sagte Co-Spitzenkandidatin Priska Hinz am Montag in Berlin. "Trotzdem kann man nicht die Augen davor verschließen, dass von den Grünen in Hessen Tarek Al-Wazir der beliebteste Politiker ist." Daher sollte man "auch als Frau und Spitzenkandidatin" die Realität anerkennen. Sie sei mit sich in dieser Hinsicht "völlig im Reinen" und unterstütze ihn gern.

Hinz kündigte an, SPD und FDP zu Gesprächen einzuladen. "Natürlich liegt zunächst einmal die Einladung bei der stärksten Partei, das ist die CDU", sagte sie. "In dem Bündnis, in dem wir die meisten grünen Inhalte durchsetzen, da wollen wir dann auch Politik gestalten und wollen in eine Regierung eintreten." Auf jeden Fall gebe es kein "Weiter so". In der Debatte um den Frankfurter Flughafen seien das bisherige Nachtflugverbot, die Lärmobergrenze und Lärmpausen noch nicht genug. "Wir werden auch an diesem Thema weiter arbeiten", kündigte sie an.

Eine Erweiterung der sogenannten sicheren Herkunftsstaaten um Algerien, Marokko und Tunesien lehnen die Grünen in Hessen ab, wie Hinz bekräftigte: "Für die Grünen ist klar, dass dieses eine Symboldebatte ist und dass die Grünen gegen die Ausweitung der sicheren Herkunftsstaaten ist, und daran gibt es im Moment nichts zu rütteln." Das dahinterliegende Problem, dass über Asylgesuche schnell entschieden werden müsse, wollten die Grünen aber "gern lösen".

Zu zusätzlichen Ministerien, die die Grünen nach ihren Stimmgewinnen beanspruchen könnten, äußerte Hinz sich nicht. "Wir klären die Inhalte und dann klären wir, welche Ressorts und dann auch die Personen", sagte sie.

dpa