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Politik Hessen steuert bei Corona-Infektionen auf 20 000er-Marke zu
Mehr Hessen Politik Hessen steuert bei Corona-Infektionen auf 20 000er-Marke zu
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16:32 05.10.2020
Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung gehalten. Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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Wiesbaden/Frankfurt

In Hessen sind binnen eines Tages 190 weitere Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Gesamtzahl stieg damit am Montag auf 19 978 Fälle, wie aus den vom hessischen Sozialministerium in Wiesbaden veröffentlichten Zahlen (14.00 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um einen auf 553. Unter den Städten und Kreisen weist Frankfurt mit 47 die meisten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner (Inzidenz) auf. Dahinter folgen die Stadt Offenbach mit 35,2 sowie der Kreis Groß-Gerau mit 33,3.

Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) verwies sogar auf 48,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Damit befinde sich die Stadt kurz vor der 4. Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes. "Wir befürchten, dass wir beim Infektionsgeschehen in den nächsten Tagen die Eskalationsstufe rot erreichen werden", sagte Majer am Montag.

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Nachdem beim Schwerpunkt der Neuinfektionen in der vergangenen Woche der Fokus auf einem lokal begrenzten Infektionsausbruch gelegen habe, werde in dieser Woche deutlich, "dass zwei Drittel der Infektionen mittlerweile im Bereich des Alltagslebens stattfinden, und nun andere Maßnahmen erforderlich sind", sagte Majer. Am Dienstag wolle der Verwaltungsstab - der Krisenstab der Stadt - Maßnahmen für das Erreichen der Alarmstufe Rot beschließen.

Auch in Frankfurt müsse damit gerechnet werden, dass bei 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche höchstens 25 Teilnehmende in öffentlichen oder angemieteten Räumen erlaubt sind, sagte Majer. Für Feiern in privaten Räumen werde voraussichtlich eine Höchstzahl von 10 Personen dringlich empfohlen.

Ein Eskalationskonzept der hessischen Landesregierung sieht beim Überschreiten verschiedener Inzidenz-Werte gestaffelte Warnstufen vor. Ab einer Inzidenz von 20 sind dies etwa erhöhte Aufmerksamkeit und ein erweitertes Meldewesen. Über einer Inzidenz von 35 sind weitere Beschränkungen möglich, die mit dem Planungsstab des Ministeriums abgestimmt werden müssen. Ab einem Wert von 50 greift laut Ministerium ein "konsequentes Beschränkungskonzept".

dpa