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Politik Hessen reformiert die Lehrkräfteausbildung
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18:34 11.05.2022
Schwamm und Kreide liegen in einem Klassenraum unter einer Tafel.
Schwamm und Kreide liegen in einem Klassenraum unter einer Tafel. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
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Wiesbaden

Die Integration von Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache, die Medienbildung und die Digitalisierung sowie die Inklusion hätten an Bedeutung gewonnen. Auch die Förderung der Bildungssprache Deutsch, die Ganztagsbeschulung sowie die berufliche Orientierung seien wichtiger geworden.

Gut ausgebildete Lehrkräfte seien entscheidend für den Schulerfolg junger Menschen, betonte der Minister. Mit der Reform des Lehrerbildungsgesetzes würden Studium, Vorbereitungsdienst sowie Fort- und Weiterbildungen eng miteinander verzahnt. Um die Praxisorientierung angehender Lehrkräfte deutlicher in den Vordergrund zu rücken, wird nach Angaben des Ministers das in den vergangenen Jahren erprobte Praxissemester nun flächendeckend eingeführt. Es finde in der zweiten Hälfte des jeweiligen Studiengangs statt.

Dazu werde mit dem phasenübergreifenden Portfolio ein weiteres Instrument eingeführt, kündigte Lorz an. Dieses werde von den angehenden Lehrkräften bereits während des Studiums angelegt und anschließend weitergeführt. Neben der Sammlung von Belegen über die Teilnahme an Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen diene es vor allem der fortlaufenden Reflexion und Dokumentation der Kompetenzentwicklung der Lehrkraft.

Bei allen Änderungen halte Hessen aber an zwei Bausteinen fest, betonte der Kultusminister. Dabei handele es sich um die Staatsprüfungen und die Studiendauer. "Mit der Ersten und Zweiten Staatsprüfung garantieren wir die Qualität und Einheitlichkeit der hessischen Abschlüsse." Bei der Studiendauer entsprächen Hessens Vorgaben bereits vor der Novellierung in jedem einzelnen Lehramt vollständig den geltenden Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz.

© dpa-infocom, dpa:220511-99-248888/3

dpa