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Politik Hessen investiert mehr als 100 Millionen in Landesstraßen
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09:15 18.04.2021
Ein Bauarbeiter arbeitet mit einem Gas-Brenner an einem neuen Straßenbelag.
Ein Bauarbeiter arbeitet mit einem Gas-Brenner an einem neuen Straßenbelag. Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

In den Ausgaben seien auch Aufwendungen für den Radwegebau enthalten. Das hessische Landestraßennetz ist demnach insgesamt rund 7200 Kilometer lang. In den vergangenen Jahren kamen aber kaum noch neue Meter hinzu: 2010 wies das Netz eine Länge von 7150 Kilometer auf.

Das Land verfolge den Grundsatz "Sanierung vor Neubau", berichtete das von Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir geführte Ministerium weiter und verwies auf ein zunächst für die Jahre 2016 bis 2022 ausgelegtes Sanierungsprogramm. Dieses werde aktuell fortgeschrieben, es seien weitere 465 Sanierungsprojekte mit einem Volumen von insgesamt 325 Millionen Euro neu aufgenommen worden. Die Maßnahmen sollen bis 2025 umgesetzt werden. "Damit beläuft sich das Finanzvolumen der gesamten "Sanierungsoffensive 2016-2025" inzwischen auf ein Budget von 930 Millionen Euro und umfasst 1138 einzelne Sanierungsprojekte."

Aus Sicht des FDP-Landtagsabgeordneten Stefan Naas, der sich ans Ministerium gewandt hatte, ergeben sich beim Thema Landesstraßenbau Fragen. Ein Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft aus dem Jahr 2018 etwa habe ergeben, "dass sich die Investitionen pro Kilometer Landesstraße in Hessen seit 2013 unter dem Niveau von Baden-Württemberg und Bayern bewegen".

Dem Verkehrsministerium zufolge steckte Hessen 2013 rund 12 000 Euro pro Kilometer in den Landesstraßenbau, im vergangenen Jahr waren rund 18 000 Euro eingeplant. Vergleichszahlen aus Bayern und Baden-Württemberg lägen dem Land nicht vor.

© dpa-infocom, dpa:210418-99-249143/2

dpa