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Politik Hessen gründet Forschungsakademie für Teilchenbeschleuniger
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11:13 04.10.2021
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Wiesbaden

Die Helmholtz-Akademie werde vom Land mit jährlich rund drei Millionen Euro unterstützt, teilte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) am Montag mit. Die drei beteiligten Universitäten in Darmstadt, Frankfurt und Gießen tragen für die Ausstattung der Akademie zudem fünf Millionen Euro und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung drei Millionen Euro jährlich bei. Hauptzweck sei die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. "Mit Fair entsteht eine weltweit einzigartige Anlage, die auch für die hessische Forschungslandschaft von herausragender Bedeutung ist", teilte Dorn mit.

Die internationale Teilchen-Beschleunigeranlage nordöstlich des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung gilt als eine der weltweit größten Anlagen physikalischer Grundlagenforschung. Mit der Anlage soll die Entstehung des Universums erforscht werden - in einem unvorstellbar kleinen Maßstab. Die Abkürzung "Fair" steht für "Facility for Antiproton and Ion Research", es handelt sich also um eine Anlage zur Forschung mit Antiprotonen und Ionen. Darüber hinaus könnten auch neuartige Anwendungen in Medizin und Technik entwickelt werden. Die Kosten sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Waren ursprünglich rund 1,3 Milliarden Euro veranschlagt worden, lag die Höhe der Gesamtinvestitionen zuletzt bei rund 3,1 Milliarden Euro.

Hauptgeldgeber des Projekts sind der Bund und das Land Hessen. Als ausländische Partner sind auch Finnland, Frankreich, Indien, Polen, Rumänien, Russland, Schweden und Slowenien Gesellschafter von Fair.

© dpa-infocom, dpa:211004-99-473517/2

dpa