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Hessen erweitert Fonds für verfolgte Wissenschaftler
Hessen erweitert Fonds für verfolgte Wissenschaftler
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12:19 28.02.2022
Angela Dorn-Rancke (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen.
Angela Dorn-Rancke (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Gießen/Wiesbaden

"Der entsetzliche Überfall Putins auf die Ukraine ist ein Angriff auf die Freiheit in Europa, der auch unsere europäischen Partnerländer im Baltikum bedroht", sagte sie.

Ob die "brutale Unterdrückung abweichender Meinungen in Russland und Belarus, aber auch die Situation in Hongkong oder die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan" - in immer mehr Ländern seien Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit bedroht, so die Ministerin. Hessen weite daher das seit 2016 bestehende Stipendienprogramm HessenFonds im Frühjahr 2022 auf in ihrem Heimatland verfolgte Promovierende sowie promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus.

Die hessischen Hochschulen seien im Kontakt mit ihren ukrainischen Studierenden und Lehrenden in der Wissenschaft, sagten Vertreter der Konferenz der Hessischen Universitätspräsidien, der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW Hessen) sowie der Konferenz der Kunsthochschulpräsidien.

"Das Präsidium wird in den kommenden Tagen einen eigenen Hilfsfonds auflegen und das Akademische Auslandsamt wird die Unterstützungsbedarfe systematisch erfassen", kündigte Joybrato Mukherjee, der Präsident der Justus Liebig-Universität Gießen am Montag an. Die Unterstützungsaktivitäten sollten auch mit Partnern in der Stadt und an den beiden anderen mittelhessischen Hochschulen abgestimmt werden. Die Universität habe zahlreiche Verbindungen in die Ukraine - es gebe viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende aus der Ukraine oder mit ukrainischem Hintergrund bei uns. "Ihnen gilt unsere besondere Unterstützung in diesen schweren Tagen. Wir wissen, dass sie sich um ihre Familien und Freunde in der Ukraine sorgen und dass sie große Zukunftsängste haben", sagte Mukherjee.

© dpa-infocom, dpa:220228-99-321670/2

dpa