Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Hessen Schlusslicht bei Versorgung mit Kinderärzten
Mehr Hessen Politik Hessen Schlusslicht bei Versorgung mit Kinderärzten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:21 28.04.2020
Zwei Stethoskope liegen in einer Hausarztpraxis in einem Behandlungszimmer auf einer Liege. Quelle: Marijan Murat/dpa/Archivbild
Anzeige
Berlin

Spitzenreiter bei der Versorgungsdichte sind demnach die Stadtstaaten Bremen (14,3 Ärzte pro 100 000 Einwohner) und Hamburg (11,7). Hessen ist somit nach dem vorletzten Platz 2018 noch hinter Brandenburg zurückgefallen. Hier gab es im vergangenen Jahr 8,5 Kinderärzte in diesem Verhältnis.

Wie weiter aus den Daten hervorgeht, lag das Durchschnittsalter der Kinderärzte in Hessen im vergangene Jahr bei 52,9 Jahren. In Bremen und Rheinland-Pfalz waren die Kinderärzte demnach mit einem Durchschnitt von 53,6 Jahren am ältesten. Im Mittel am jüngsten waren die Kinderärzte 2019 in Thüringen (50,5 Jahre).

Anzeige

Im Vergleich aller Ärzte und Psychotherapeuten liegt Hessen mit einem Altersschnitt von 54,1 Jahren im bundesweiten Mittelfeld. In diesem Bereich sind die Ärzte und Psychotherapeuten in Bremen, zusammen mit denen in Berlin, mit im Schnitt 55 Jahren am ältesten. Am jüngsten ist das Durchschnittsalter in Sachsen (52,7 Jahre).

Bundesweit waren zum Stichtag 31. Dezember 2019 rund 149 700 Ärzte und 28 00 Psychotherapeuten mit einer Zulassung für die Versorgung gesetzlich versicherter Patienten tätig. Das war insgesamt ein Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zu Ende 2018. Weil Ärzte zusehends Teilzeit arbeiten oder Angestellte statt Praxisinhaber sein wollen, bedeutet dies laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) aber nur einen Zuwachs der Kapazitäten von 0,2 Prozent. KBV-Chef Andreas Gassen sagte der dpa: "Die Arztzeit ist und bleibt knapp."

Zur Gesundheitsversorgung in den jeweiligen Regionen tragen die Praxen der Kassenärzte nicht alleine bei - dazu kommen Ärzte in Krankenhäusern sowie etwa auch Physiotherapeuten, Logopäden und andere Heilberufler. Zudem nutzen Patienten aus eher dünn besiedelten Umlandregionen oft Praxen in angrenzenden Ballungsräumen.

dpa

Anzeige