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Politik Hessen: Rund 50 Krankenhäuser von Ärzte-Warnstreik betroffen
Mehr Hessen Politik Hessen: Rund 50 Krankenhäuser von Ärzte-Warnstreik betroffen
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10:51 30.03.2022
Ein Pfeil weist den Weg zur Notaufnahme eines Krankenhauses.
Ein Pfeil weist den Weg zur Notaufnahme eines Krankenhauses. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Die zentrale Kundgebung ist in Frankfurt geplant. Nach vier Verhandlungsrunden mit den kommunalen Arbeitgebern sei ein toter Punkt erreicht, erklärte der Vorsitzende des Marburger Bundes in Hessen, Christian Schwark.

Schwerpunkte des eintägigen Warnstreiks sollen die größten Häuser sein, darunter das Klinikum Darmstadt, die Helios Dr. Horst Schmidt-Kliniken Wiesbaden, das Sana Klinikum Offenbach, das Klinikum Frankfurt-Höchst, das Klinikum Kassel, das Klinikum Fulda, das Klinikum Hanau, die Hochtaunus-Kliniken, das Klinikum Bad Hersfeld sowie das Krankenhaus Rüsselsheim. Eine notfallmäßige Versorgung der Patienten solle sichergestellt werden. Bundesweit seien rund 55.000 Ärztinnen und Ärzte aus den tarifgebundenen Krankenhäusern aufgerufen.

Der Marburger Bund fordert eine Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent, klare Grenzen für Bereitschaftsdienste, eine Limitierung der Rufbereitschaft, einen gesicherten Anspruch auf freie Wochenenden sowie mehr Planungssicherheit bei den Diensten.

Die angespannte Arbeitsbelastung habe sich durch die Corona-Pandemie nochmals verschärft, erklärte Schwark. Bei einer Umfrage unter den hessischen Mitgliedern hätten rund 80 Prozent der Befragten die ärztliche Personalstärke als nicht ausreichend bezeichnet, um eine gute Patientenversorgung zu gewährleisten. 33 Prozent gaben an, den Arbeitsbereich Krankenhaus verlassen zu wollen. Schwark sprach von alarmierenden Zuständen, bei denen keine Änderung in Sicht sei.

© dpa-infocom, dpa:220330-99-727815/2

dpa