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Hanau-U-Ausschuss: Psychiater wird gehört
Hanau-U-Ausschuss: Psychiater wird gehört
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05:26 07.02.2022
Demonstrantinnen halten in Gedenken an die Opfer des rechtsextremistischen Anschlags Plakate.
Demonstrantinnen halten in Gedenken an die Opfer des rechtsextremistischen Anschlags Plakate. Quelle: Christophe Gateau/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

In seinem Ende November 2020 bekannt gewordenen Gutachten war er zu dem Ergebnis gekommen, dass der Täter psychisch krank war. Auf die Geistesstörung - eine paranoide Schizophrenie - sei eine rechtsradikale Ideologie aufgesetzt gewesen, die fremdenfeindliche, rassistische und völkische Elemente enthalten habe.

Der 43-jährige Deutsche Tobias R. hatte 2020 in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Danach tötete er nach Erkenntnissen der Ermittler seine Mutter und nahm sich selbst das Leben.

Die "Initiative 19. Februar Hanau", zu der sich Angehörige der Getöteten sowie Überlebende zusammengeschlossen haben, begleitet Sitzungen des Untersuchungsausschusses mit Mahnwachen in Wiesbaden. Die Opferfamilien fordern eine kritische Aufarbeitung, unter anderem zu den Waffenerlaubnissen für den Attentäter, der Sportschütze war, sowie zur Nichterreichbarkeit des Hanauer Polizei-Notrufs in der Tatnacht.

© dpa-infocom, dpa:220206-99-02746/3

dpa