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Politik Hanau-Gedenken: Kirche und Demokratie-Bündnis planen Aktion
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12:39 18.01.2021
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Kassel/Hanau

Die Landeskirche verstärke als erste religiöse Institution die bisher vor allem nordhessische Kooperation von rund 30 Unternehmen, kommunalen Institutionen und Vereinen.

"Offen für Vielfalt" wurde überregional durch das öffentliche Engagement nach dem Mord an Kassels Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) bekannt. Die Initiative setzt sich für Demokratie und Vielfalt in ihren unterschiedlichen Dimensionen ein.

"Der furchtbare Anschlag im Februar 2020 in Hanau und natürlich auch der Mord an Walter Lübcke haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, zusammenzuhalten und gegen Rassismus aufzustehen", sagte Beate Hofmann, Bischöfin der EKKW. Ziel sei nun, die Kampagne in Hanau einzuführen. Im Gedenken an die Opfer des Anschlags von Hanau würden spezielle Türschilder an Unternehmen, Privathaushalte, Vereine und öffentliche Einrichtungen in der Stadt verteilt. Die Landeskirche plane, mit großformatigen Bannern an Kirchtürmen auf die Initiative aufmerksam zu machen.

In Hanau hatte der 43-jährige Deutsche Tobias R. neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter und schließlich sich selbst tötete. Die rassistisch motivierte Tat löste bundesweit Entsetzen aus.

dpa