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Politik Hamza-Kurtovic-Preis-Premiere: Engagement gegen Rassismus
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20:02 29.03.2022
Profi-Boxerin Zeina Nassar (l) erhält von der Hanauer Fußball-Legende Rudi Völler, der die Laudatio hielt, die Auszeichnung bei der erstmaligen Verleihung des Hamza Kurtovic Preises.
Profi-Boxerin Zeina Nassar (l) erhält von der Hanauer Fußball-Legende Rudi Völler, der die Laudatio hielt, die Auszeichnung bei der erstmaligen Verleihung des Hamza Kurtovic Preises. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
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Hanau

Zu den 14 Preisträgern, die am Dienstagabend geehrt wurden, gehören Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), der frühere Bundespräsident Christian Wulff und der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

Der Namensgeber des Preises stehe stellvertretend für die beim Anschlag in Hanau getöteten Menschen und ihre Angehörigen, erläuterte eine Sprecherin. Die Auszeichnung solle Akteure aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur "weiter ermutigen, unsere Gesellschaft in Vielfalt und Diversität zu fördern und gegen Extremismus und Rassismus zu kämpfen".

Unter den Preisträgern ist auch Gloria-Sophie Burkandt, Influencerin und Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), die im Bereich Zivilcourage ("Courage- und Heldenaward") geehrt wurde. Den Preis für Sportvereine erhielt Eintracht Frankfurt.

Die Auszeichnung besteht aus Ehren- und teils aus Geldpreisen. Sie wurde im Dezember 2020 von der C&E Bildung und Sport GmbH ins Leben gerufen und nun zum ersten Mal mit der Unterstützung der Stadt Hanau verliehen. Schirmherr ist Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Ein 43-jähriger Deutscher hatte am 19. Februar 2020 neun Menschen in Hanau aus rassistischen Motiven erschossen, bevor er seine Mutter und sich selbst tötete.

© dpa-infocom, dpa:220329-99-720651/2

dpa