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Politik Gutscheine und Mieterschutz: Marburg legt Hilfsprogramm auf
Mehr Hessen Politik Gutscheine und Mieterschutz: Marburg legt Hilfsprogramm auf
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13:28 26.05.2020
Thomas Spies (SPD) bei einem Termin. Quelle: picture alliance / dpa/Archivbild
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Marburg

Kern des insgesamt 14 Punkte umfassenden Programms ist ein Stadt-Geld-Gutschein, den die Bürger bei Geschäften, Dienstleistern und Gastronomen sowie in Kultureinrichtungen einlösen können. Alleine darauf entfallen 1,9 Millionen Euro, wie die Stadt mitteilte. Der Magistrat hatte das Programm am Montagabend bereits angenommen.

"Wir sind mitten in einer Krise von noch nie da gewesener Dimension", erklärte der Marburger Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD). Das verlange "mutige Lösungen von ebenso außerordentlicher Dimension, um unsere lebendige Stadt zu erhalten", so das Stadtoberhaupt. "Wie wichtig dafür der kleine Einzelhandel, Gastronomie und Kultur sind, haben wir während des Lockdowns schmerzlich gespürt."

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Insgesamt rund 76 000 Gutscheine will die Stadt nun per Post verschicken - im Wert von je 20 Euro an jeden erwachsenen Bürger und jeweils 50 Euro an Kinder und Jugendliche. Weitere Elemente des Programms sind unter anderem ein Mieterschutzpaket, das etwa den Verzicht auf Mieterhöhungen in diesem und dem kommenden Jahr für Mieter der städtischen Wohnungsgesellschaft vorsieht, sowie ein Notlagenfonds für Soloselbstständige. Damit sollten Menschen unterstützt werden, die in den Bereichen Kunst, Kreativität und Bildung tätig und in ihrer Existenz gefährdet sind und die nicht von den Hilfsprogrammen von Bund und Land erreicht werden.

Auch Kassel beispielsweise hatte ein Hilfsprogramm zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft und von Vereinen aufgelegt - hier liegt das Volumen des Förderanteils bei rund 18 Millionen Euro. "Ich glaube, dass es völlig logisch ist, dass Städte, die die Not ihrer Bürger spüren, Maßnahmen ergreifen, um Hilfe und Unterstützung vor Ort zu erbringen", sagte der geschäftsführende Direktor des hessischen Städtetags, Jürgen Dieter, der Deutschen Presse-Agentur.

dpa

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