Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Grüne wollen Pläne für gesperrten Mainkai nicht aufgeben
Mehr Hessen Politik Grüne wollen Pläne für gesperrten Mainkai nicht aufgeben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:51 31.08.2020
«Mainkai autofrei» steht auf einem gesperrten Straßenstück der nördlichen Mainuferstraße. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
Anzeige
Frankfurt/Main

"Eigentlich denken wir größer. Wir wollen, dass der Verkehr insgesamt in der Innenstadt reduziert wird", betonte Beatrix Baumann, Vorstandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen in Frankfurt.

Die ein Kilometer lange Strecke zwischen Untermainkai und Alter Brücke war ein Jahr lang für Autos gesperrt. Wie es weitergehen soll, darüber ist sich die Koalition im Frankfurter Römer nicht einig: SPD und Grüne wollen den Versuch fortsetzen, die mitregierende CDU ist dagegen. "Wir müssen es wohl hinnehmen", räumte Baumann ein zu den Chancen, dass es in letzter Minute doch noch eine Verlängerung der Sperrung geben könnte. "Dafür riskieren wir nicht die Koalition."

Anzeige

Es sei dennoch bedauerlich, dass der Autoverkehr zurückkehre, nachdem sich der Mainkai insbesondere in den letzten Wochen "zu einem bunten Ort städtischen Lebens entwickelt" habe.

Die Initiative "Making Frankfurt" wandte sich am Montag zusammen mit einem bunten Bündnis von Gruppen und Unternehmen mit einem offenen Brief an die politischen Verantwortlichen. "Wir haben gemerkt: Dieser Ort ist zu weit mehr berufen als für die Durchfahrt", schrieben sie darin über den Mainkai. Sie forderten, das nördliche Mainufer für mindestens zwei Jahre für den Autoverkehr gesperrt zu lassen und aus dem reinen Verkehrsexperiment ein Stadtraumexperiment zu machen - mit echter Aufenthaltsqualität und einem Ideenwettbewerb zur Nutzung des Gebiets.

Nach einer am Donnerstag von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) vorgestellten Umfrage fanden 57 Prozent der Frankfurter es gut, dass das Mainufer autofrei war, 21 Prozent wollten, dass dort wieder Autos fahren dürfen, dem Rest war es egal.

dpa