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Politik Grüne stärkste Partei in Frankfurt: Dreierbündnis nötig
Mehr Hessen Politik Grüne stärkste Partei in Frankfurt: Dreierbündnis nötig
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17:02 18.03.2021
Das Logo der Partei Bündnis 90/Die Grünen ist auf Teppich zu sehen.
Das Logo der Partei Bündnis 90/Die Grünen ist auf Teppich zu sehen. Quelle: Caroline Seidel/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Die Grünen sind in Frankfurt auch nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis als stärkste Partei aus der Stadtverordnetenwahl am Sonntag hervorgegangen. Sie erreichten 24,6 Prozent vor der CDU mit 21,9 Prozent, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Die SPD kam demnach auf den dritten Platz mit nur noch 17,0 Prozent, die Linke auf 7,9, die FDP auf 7,6 und die AfD auf 4,5 Prozent. Auf weitere Parteien entfielen zusammen 16,3 Prozent.

Am kommenden Montag werde die Kreismitgliederversammlung ein Gremium für die Sondierungsgespräche wählen, sagte Vorstandssprecherin von Bündnis90/Die Grünen, Beatrix Baumann. Es solle ergebnisoffen verhandelt werden. Voraussichtlich um den 9. April herum sollten dann die Ergebnisse der Gespräche und Empfehlungen für die neue Koalition auf einer erneuten Kreismitgliederversammlung vorgestellt werden. Dort werde dann über das künftige Römer-Bündnis entschieden.

In der Stadtverordnetenversammlung regierte zuletzt eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen. Rechnerisch ist ein Dreier-Bündnis der Parteien erneut denkbar, ebenso wie andere Konstellationen. Ein Zweierbündnis reicht aber nicht aus für die Mehrheit in dem 93 Sitze zählenden Stadtparlament: Die Grünen-Fraktion wächst von 14 auf 23 Sitze, die CDU schrumpft von 23 auf 20, die SPD noch stärker von 22 auf 16. Die Linke erhält sieben Sitze (nach acht bei der Wahl 2016), die FDP erneut sieben und die AfD vier (nach acht im Jahr 2016).

In Hessens größter Stadt waren am Sonntag rund 515 000 Wählerinnen und Wähler aufgerufen, die Stadtverordnetenversammlung und die 16 Ortsbeiräte neu zu wählen. Darüber hinaus konnten rund 202 000 Menschen über die Zusammensetzung der Kommunalen Ausländerinnen- und Ausländervertretung abstimmen. Schwerpunkte im Wahlkampf waren Themen wie bezahlbares Wohnen und die Verkehrspolitik.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-875029/3

dpa