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Politik Grüne, FDP und Linke verzeichnen 2020 Mitgliederplus
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09:38 16.01.2021
Eintrittserklärungen und Aufnahmeanträge von Die Linke, SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP.
Eintrittserklärungen und Aufnahmeanträge von Die Linke, SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Die SPD bleibt trotz Verlusten 2020 die mit Abstand mitgliederstärkste Partei in Hessen. Die CDU folgt mit nahezu konstanten Mitgliederzahlen auf dem zweiten Platz. Mehrere kleinere Parteien können sich dagegen über ein Plus freuen - am deutlichsten fällt der Zuwachs bei den Grünen aus.

Die hessischen Sozialdemokraten zählten am 31. Dezember vergangenen Jahres 46 917 Mitglieder, rund drei Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. 1031 Parteieintritten standen 2520 beendeten Mitgliedschaften gegenüber - darunter rund 970 Todesfälle und 234 Umzüge, wie ein Parteisprecher in Wiesbaden mitteilte.

Die hessische CDU hat zum Jahresbeginn 35 625 Mitglieder, knapp 0,6 Prozent weniger als noch zwölf Monate zuvor. 2020 sind nach Angaben eines Parteisprechers 1339 Männer und Frauen neu eingetreten, 958 sind ausgetreten und 591 Mitglieder verstarben oder zogen um. "Besonders erfreulich" nannte es der Sprecher, dass die Partei in den vergangenen sechs Monaten einen realen Zuwachs von 199 Mitgliedern verzeichnet habe. Knapp 74 Prozent der CDU-Mitglieder sind männlich, rund 26 Prozent weiblich. Das durchschnittliche Alter beträgt den Angaben zufolge gut 60 Jahre.

Die Grünen haben Ende vergangenen Jahres 8229 Mitglieder verzeichnet - und damit einen satten Zuwachs von knapp 13 Prozent. Nach den Worten einer Sprecherin gab es 1244 Neueintritte und 49 Wiedereintritte, der Saldo von Zu- und Wegzügen beträgt plus 26. Dem gegenüber stehen 373 Austritte - darunter hätten acht Grüne explizit erklärt, wegen des umstrittenen Ausbaus der mittelhessischen Autobahn 49 das Parteibuch abzugeben. 22 Mitglieder sind verstorben.

Die hessische FDP hatte Ende Dezember 6491 Mitglieder. Das bedeutet ein leichtes Plus im Vergleich zum Jahresende 2019. 593 Zugängen standen 553 Abgänge gegenüber, darunter 45 Todesfälle. "Wir freuen uns nicht nur über ein Plus an Mitgliedern, sondern auch darüber, dass knapp 40 Prozent der Neuzugänge jünger als 30 Jahre sind", erklärte FDP-Generalsekretär Moritz Promny.

Die Linkspartei liegt ebenfalls im Plus: Die Mitgliederzahlen wuchsen binnen eines Jahres um 1,7 Prozent auf 3337 Ende 2020. Neu eingetreten waren 376 Menschen. "Davon in erster Linie junge Menschen unter 40, was dazu führt, dass die Partei insgesamt jünger wird, ein Trend, den wir seit Jahren beobachten", erläuterte ein Parteisprecher in Frankfurt. Mittlerweile seien knapp die Hälfte der Mitglieder U40. Die hessische Linkspartei habe im zurückliegenden Jahr 308 Austritte verzeichnet, verstorben seien 9, verzogen in andere Bundesländer 47.

Die hessische AfD verbuchte dagegen ein deutliches Minus von knapp 11 Prozent und zählte Ende vergangenen Jahres 2523 Mitglieder. Der Rückgang ist neben den regulären 475 Austritten auch dem Umstand geschuldet, dass 125 Mitgliedern wegen fehlenden Beitragszahlungen gekündigt worden sei, erklärte Landessprecher Klaus Herrmann. "Die AfD Hessen schleppt keine Mitglieder durch, nur um die Statistik zu schönen."

dpa