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Politik Grüne: Abhängigkeit von fossilen und atomaren Quellen fatal
Mehr Hessen Politik Grüne: Abhängigkeit von fossilen und atomaren Quellen fatal
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17:47 11.05.2022
Tarek Al-Wazir (Bündnis90/Die Grünen), Wirtschaftsminister von Hessen.
Tarek Al-Wazir (Bündnis90/Die Grünen), Wirtschaftsminister von Hessen. Quelle: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Hessen sei in den vergangenen Jahren bereits ein großes Stück vorangekommen. Wind, Sonne und andere erneuerbare Quellen lieferten inzwischen mehr als die Hälfte der hessischen Stromerzeugung. "Bis 2045 sollen sie unseren gesamten Strom- und Wärmebedarf decken."

Der Minister verwies auf die kommende Neufassung des hessischen Energiegesetzes. Neben dem Ausbau der Produktion gehe es auch um effizienteren Umgang mit Strom und Wärme. "Die günstigste und sauberste Energie ist die, die man gar nicht erzeugen muss."

Nach Einschätzung der SPD-Fraktion kommt Hessen jedoch nicht bei der Energiewende voran. Gerade in Hinblick auf die Windkraft sei die Energiewende faktisch zum Stillstand gekommen. "Hessen kann mehr", mahnte der Abgeordnete Stephan Grüger.

Auch der Linke-Energieexperte Axel Gerntke kritisierte, der Ausbau der Windenergie stocke und das Potenzial der Photovoltaik werde nicht genutzt. Die Landesregierung zeige sich unfähig, Energie einzusparen und den Ausbau der erneuerbaren Energie zu beschleunigen.

FDP-Fraktionschef René Rock forderte, es müsse einen Einstieg in eine innovative, technologieoffene Energiepolitik und die Wasserstoffwirtschaft geben. Statt auf innovative Technologien zu setzen, fokussiere sich die Landesregierung noch immer zu sehr auf den Windkraftausbau.

Andreas Lichert von der AfD-Fraktion sprach sich gegen die Förderung von erneuerbaren Energien aus. Erneuerbare Energien würden die Strompreise für die Verbraucher nicht senken.

© dpa-infocom, dpa:220511-99-248370/2

dpa