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Politik Gläubige dürfen zu Weihnachts-Gottesdiensten in Kirche gehen
Mehr Hessen Politik Gläubige dürfen zu Weihnachts-Gottesdiensten in Kirche gehen
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15:23 16.12.2020
Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident des Landes Hessen, spricht.
Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident des Landes Hessen, spricht. Quelle: Arne Dedert/dpa
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Wiesbaden

Gottesdienste zu Weihnachten dürfen in Hessen unter strenger Einhaltung der Corona-Hygieneregeln stattfinden. "Generell bleiben die Gottesdienste möglich, auch Präsenzgottesdienste", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden nach einem Gespräch mit hochrangigen Kirchenvertretern. Über die Organisation der Gottesdienste sollen jeweils die Gemeinden vor Ort entscheiden.

Zu den Corona-Vorgaben zählen das Tragen von Masken, 1,50 Meter Abstand, die Angabe der Anschrift und der Verzicht auf gemeinsames Singen - auch nicht draußen. Viele Gemeinden planten digitale Angebote, aber eben auch Gottesdienste in Präsenz. "Dabei gilt auch, dass diejenigen, die an Präsenzgottesdiensten teilnehmen wollen, sich vorher anmelden müssen, damit entsprechend das geplant werden kann", sagte Bouffier.

Auch der Besuch von Christmetten am späten Abend soll möglich sein, kündigte er an. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in den sogenannten Hotspots begännen am 24. Dezember erst ab 0.00 Uhr und am 25. sowie am 26. Dezember erst um 22.00 Uhr.

Landesweit gelten in den Städten und Kreisen derzeit Ausgangsbeschränkungen von 21.00 Uhr bis 05.00 Uhr, sobald die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander den Wert von 200 überschreitet. Der Wert gibt an, wie viele Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche registriert werden.

Für Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten gilt der Staatskanzlei zufolge generell die derzeitige Regel auch an Weihnachten: höchstens fünf Personen aus zwei Hausständen. Für die Zeit von 24. Dezember bis 26. Dezember sollen die Kontaktbeschränkungen den Angaben zufolge etwas gelockert werden. Dann seien Treffen mit vier Personen, die über den eigenen Hausstand hinausgehen und dem engsten Familienkreis angehören, erlaubt.

Für Silvester sind dagegen keine Lockerungen geplant - es bleibt bei den allgemeinen Regelungen für Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. "Ich weiß, dass das gerade für viele junge Menschen eine große Zumutung ist", sagte Bouffier. Er erinnerte daran, dass die Krankenhäuser nicht zusätzlich belastet werden dürfen.

dpa