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Politik Giffey verteidigt Befristung der Förderung für Ausbildung
Mehr Hessen Politik Giffey verteidigt Befristung der Förderung für Ausbildung
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14:05 26.01.2020
Franziska Giffey (SPD), Bundesministerin für Familie.
Franziska Giffey (SPD), Bundesministerin für Familie. Quelle: Fabian Sommer/dpa/Archivbild
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Berlin

"Es ist klar: Der Bund kann nur Starthilfe geben. Die Länder sind selbst in der Pflicht", sagte die SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in Berlin. Sie werde das Thema aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiter vorantreiben, "denn es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass der Erzieherberuf die Wertschätzung und finanzielle Anerkennung bekommt, die er verdient".

Giffey hatte 2018 rund 300 Millionen Euro Fördergeld vom Bund angekündigt - unter anderem für etwa 5000 Fachschüler, die sich zur Erzieherin oder zum Erzieher ausbilden lassen wollen. Mit dem Geld soll für die dreijährige Ausbildung eine Vergütung gezahlt werden. Dies ist bislang in der Regel nicht der Fall und schreckt junge Leute möglicherweise davon ab, diesen Beruf zu ergreifen.

Hessen und Bayern hatten in den vergangenen Tagen kritisiert, dass der Bund die Förderung nach dem ersten Jahrgang auslaufen lässt. Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) richtete in einem Brief den "dringenden Appell" an Giffey, die "Fachkräfteoffensive" "wie ursprünglich (...) angekündigt, im Schuljahr 2020/2021 mit einem weiteren Förderdurchgang unmittelbar fortzusetzen".

Giffey sagte nun: "Wir als Bund haben die Initiative für ein attraktives Ausbildungsmodell ergriffen und den zuständigen Ländern hier einen starken Impuls gegeben." Dies funktioniere auch: "Dank unseres Programms gibt es nun in jedem Bundesland ein Angebot für die praxisintegrierte, vergütete Ausbildung ohne Schulgeld."

Zusammen mit dem Gute-Kita-Gesetz sei die Wirkung noch deutlicher, sagte Giffey. Zahlreiche Länder hätten mit Mitteln aus diesem Gesetz eigene Maßnahmen zur Fachkräftesicherung gestartet. "Insgesamt werden mit dem Gute-Kita-Gesetz und der Fachkräfteoffensive vom Bund damit rund 580 Millionen Euro eingesetzt, um die Ausbildung und die Arbeitsbedingungen der Fachkräfte zu verbessern", erklärte Giffey.

dpa