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Politik Gewerkschaft empört über Corona-Regeln
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12:30 10.06.2020
Das Logo der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Quelle: picture alliance / dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Das sagte die Landesvorsitzende der GEW Hessen, Birgit Koch, am Mittwoch nach den Ankündigen der Landesregierung in Wiesbaden.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hatte erklärt, die Abstandsregeln von 1,50 Meter durch ein Konzept ersetzen zu wollen, wonach konstante (Lern-)Gruppen gebildet und durch deren Trennung Durchmischungen vermieden werden sollen. Die GEW kritisierte: "Ob im Restaurant, beim Einkaufen oder beim Training im Sportverein: überall gelten Abstandsregelungen zum Schutz vor einer Infektion. Es ist absurd, dies jetzt mit neuen Regeln, zum Beispiel bezüglich der Gruppenbildung, Pausenregelungen, Abstand, Masken, Raumpläne, für zehn Unterrichtstage wieder über den Haufen zu werfen, zumal erneut wieder nur wenige Tage für die Umsetzung zur Verfügung stehen werden." Allein der Aufwand, alle Eltern zu erreichen, sei enorm.

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Nach Ansicht der GEW verliere das Kultusministerium "weiter an Glaubwürdigkeit und Vertrauen in seine Verlässlichkeit". Denn der Erlass vom 7. Mai zu neuen Vorgaben habe die Aussage enthalten, "dass die organisatorischen und hygienischen Vorgaben im Präsenzunterricht an den Grundschulen bis zu den Sommerferien Bestand haben", kritisierte die GEW.

Unzumutbar sei das Vorhaben laut der GEW gerade auch für die Schulleitungen. Sie müssten für die vierten Klasse nun zum vierten Mal innerhalb von gut sechs Wochen komplett neue Pläne für den Personaleinsatz, die Gruppeneinteilung und die Raum- und Pausenpläne entwerfen. Die GEW warf Lorz vor, Symbolpolitik auf dem Rücken von Schülern und Pädagogen zu betreiben. "Schulleitungen und Lehrkräfte an den Grundschulen fühlten sich nicht ernst genommen. "Wir sehen keine Möglichkeit, wie der Gesundheitsschutz gewährleistet werden soll, wenn mehr als 25 Kinder ohne Abstand in schlecht gelüfteten Räumen unterrichtet werden sollen", hieß es von der GEW.

dpa

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