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Politik Gefälschte Impfpässe: Mehr als 800 Strafverfahren in Hessen
Mehr Hessen Politik Gefälschte Impfpässe: Mehr als 800 Strafverfahren in Hessen
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14:14 10.12.2021
In einem Impfpass ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen.
In einem Impfpass ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
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Wiesbaden

Pro Verfahren würden teils sehr viele gefälschte Impfpässe sichergestellt. Allein bei einem Fall in Nordhessen seien den Ermittlern 800 Dokumente in die Hand gefallen, die zur Fälschung vorgesehen waren. "Die Fälle zu gefälschten Impfpässen werden häufig im Rahmen von Kontrollen, als Zufallsfunde bei anderen Ermittlungsverfahren oder über Anzeigenerstattung durch Bürgerinnen und Bürger erkannt", teilte Innenminister Peter Beuth (CDU) mit.

Die Vertriebswege der falschen Dokumente seien vielfältig. In Internetforen und Messenger-Diensten träfen sich Impfskeptiker, Impfgegner und Menschen, die der Querdenker-Szene zuzuordnen sind, erklärte das Ministerium. In diesen Gruppen informierten sich solche Menschen auch über gefälschte Impfpässe, Impfausweise und QR-Codes. Die Dunkelziffer von Impf-Fälschungen kann laut Innenministerium als hoch eingeschätzt werden.

Wer von gefälschten Ausweisen Gebrauch macht, müsse sich grundsätzlich wegen unbefugtem Ausstellen von Gesundheitszeugnissen oder Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse verantworten. Die Fälschung sei vergleichsweise leicht, da Blanko-Impfpässe auf einschlägigen Online-Verkaufsplattformen bereits für wenige Euro legal zu erwerben sind. Die hessische Polizei warnt die Geimpften davor, auf sozialen Netzwerken ihre Impfdokumentationen zu posten. Die Abbildung von Merkmalen wie der Chargennummer oder dem Impfstempel könne den Fälschern in die Hände spielen, erklärte das Ministerium.

© dpa-infocom, dpa:211210-99-331437/2

dpa