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Politik Gedenken an NSU-Opfer: Erneut Aufruf für Kundgebung
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16:03 04.04.2018
Halit Yozgat steht neben weiteren Namen der NSU-Mordopfer auf Gedenkstein. Quelle: Uwe Zucchi/Archiv
Kassel

Darunter sind bekannte Kulturschaffende, Politiker, Unternehmer und Kirchenvertreter aus der nordhessischen Stadt. Die Unterstützer wie der DGB-Bezirksvorsitzende von Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, und die documenta-Professorin Nora Sternfeld rufen öffentlich zur Teilnahme an einer Kundgebung am Freitag auf: "Ein ungeklärter Brandanschlag auf eine Moschee ist für uns gerade kein Grund, die Gedenkveranstaltung für Halit Yozgat abzusagen - im Gegenteil!"

Der Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Christian Geselle (SPD), hatte vergangenen Woche die jährliche Gedenkveranstaltung aus Sicherheitsgründen abgesagt. Das sei im Einvernehmen mit der Familie Yozgats geschehen. Man befürchte Vorfälle, die den "Charakter und würdigen Rahmen einer Gedenkveranstaltung" massiv beeinträchtigen könnten. Hintergrund sind antitürkische Proteste und Straftaten gegen türkische Einrichtungen - unter anderem ein Brandanschlag auf ein türkisches Kulturzentrum in Kassel.

Vor dem aktuellen Aufruf hatte bereits die Initiative "6. April" angekündigt, am Freitag eine Kundgebung auf dem Kasseler Halitplatz zu veranstalten. Eine entsprechende Veranstaltung sei angemeldet, bestätigte das Ordnungsamt am Mittwoch. Die Initiative setzt sich für eine Aufarbeitung der Morde der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ein. Der türkischstämmige Yozgat war in seinem Internetcafé im Kasseler Stadtteil Nord-Holland am 6. April 2006 mutmaßlich vom NSU als vorletztes Opfer einer Mordserie erschossen worden.

dpa

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