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Politik GdP fordert Fingerabdruck-Schutz für Computer
Mehr Hessen Politik GdP fordert Fingerabdruck-Schutz für Computer
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14:25 15.07.2020
Andreas Grün, Vorsitzender des hessischen Landesverbandes der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Quelle: Roland Holschneider/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

"Dies wäre zum einen eine Vereinfachung der Anmeldeprozedur und zum anderen eine wirklich sichere Methode um zu verhindern, dass Dritte mit meinen Zugangsdaten Systemabfragen durchführen", sagte der GdP-Vorsitzende Andreas Grün am Mittwoch. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte am Dienstag andere Schritte angekündigt: Die nach den Drohschreiben gegen die Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yıldız ergriffenen Sicherheitsmechanismen hätten sich offenkundig als unzureichend herausgestellt. "Daher werden wir bei den Anfrageregeln den Resetknopf drücken", erklärte Beuth. Alle bisher geltenden Zugangsberechtigungen für die gesamte hessische Polizei würden zurückgesetzt. "Jeder Polizist wird neue Zugangsdaten erhalten und sich zur absoluten Geheimhaltung dieser Daten verpflichten."

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"Den Vorschlag von Beuth, die Zugangsdaten zu resetten, halte ich nicht für zielführend", sagte Grün. Zwar wären dann eventuelle Weitergaben von Passwörtern zunächst unterbunden. "Aber ab dem Tag danach hätten wir wieder die gleichen Anmeldevoraussetzungen mit all ihren Schwächen." Eine Überprüfung des Fingerabdrucks müsse so eingerichtet werden, dass "zu jeder neuen Datenabfrage der Finger aufgelegt werden muss." Dies stelle keinen nennenswerten Zeitfaktor dar in der Arbeit dar und sorge für mehr Sicherheit für Polizeibeamte.

dpa