Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Gastgewerbe fordert belastbaren Corona-Perspektivplan
Mehr Hessen Politik Gastgewerbe fordert belastbaren Corona-Perspektivplan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:39 10.03.2021
Anzeige
Wiesbaden

Die Landesregierung müsse die Nöte der 18 000 Betriebe mit ihren rund 185 000 Beschäftigten in Hessen ernstnehmen und sich für einen erweiterten Stufenplan einsetzen.

Dehoga-Präsident Gerald Kink und der Geschäftsführer der NGG-Region Rhein-Main, Peter-Martin Cox, warnten vor einer Pleitewelle im hessischen Gastgewerbe. Der Anteil der insolvenzgefährdeten Unternehmen liege nach Berechnungen derzeit bei etwa 13 Prozent und könnte im laufenden Jahr noch auf rund 20 Prozent ansteigen. Bund und Länder hätten zwar zuletzt eine Öffnung der Außengastronomie bei niedrigen Inzidenzen in Aussicht gestellt. Diese Öffnung reiche aber für die gebeutelte Branche nicht aus.

Kink und Cox machten sich dafür stark, dass die Beschäftigten des Gastgewerbes in die Priorisierungsgruppe drei des Corona-Impfplans aufgenommen werden. Damit einhergehen sollte die Zulassung von Impfungen durch die Betriebsärzte und arbeitsmedizinische Dienste, wenn genügend Impfstoff vorhanden ist. Es gehe nicht darum, anderen Bevölkerungsgruppen durch ein Aufrücken bei der Schutzimpfung etwas wegzunehmen. Da in der dritten Impfgruppe aber die Beschäftigten des Lebensmitteleinzelhandels aufgeführt seien, könne diese Eingruppierung wegen einer ähnlichen Nähe zu den Kunden auch für die Mitarbeiter des Gastgewerbe gelten.

© dpa-infocom, dpa:210310-99-763163/2

dpa