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Politik Friedenspreis geht an Zoran Zaev und Alexis Tsipras
Mehr Hessen Politik Friedenspreis geht an Zoran Zaev und Alexis Tsipras
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14:37 14.12.2020
Zoran Zaev, Ministerpräsident von Nordmazedonien, gibt ein Pressestatement. Quelle: Boris Grdanoski/AP/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Nach knapp 30 Jahren haben Zaev und Tsipras im Konflikt ihrer Länder um den Namen "Mazedonien" eine Einigung erzielt. Damit sei ihnen ein "wahrhaft diplomatisches Kunststück" gelungen, denn eine andauernde Fehde der beiden Nachbarländer hätte die gesamte Balkanregion destabilisiert, teilte Rhein mit.

Der Name des 1991 neu entstandenen Staates lautet nun "Republik Nordmazedonien". "Wir ehren mit dem Hessischen Friedenspreis zwei Menschen, die sich für Frieden und Völkerverständigung eingesetzt haben, und denen es gelang, einen Konflikt, der tief in die Geschichte zurückreicht, zu lösen", begründete Rhein die Entscheidung.

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Die Streitbeilegung sei ein Beispiel der Aussöhnung in der Region und in Europa insgesamt, teilte Kuratoriumsmitglied Nicole Deitelhoff mit. "Mit dem Abkommen geht die Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Nordmazedonien und Griechenland einher."

Der mit 25 000 Euro dotierte Friedenspreis war 1993 vom ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald (SPD) ins Leben gerufen worden. Es werden jährlich Menschen geehrt, die sich um Völkerverständigung und Frieden verdient gemacht haben. 2019 war Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed für seine Leistung beim historischen Friedensschluss mit dem Nachbarstaat Eritrea ausgezeichnet worden. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Hessische Friedenspreis in diesem Jahr erstmals in digitaler Form per Videobotschaft verliehen.

dpa