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Politik Fraueninitiative "Maria 2.0" enttäuscht von Papst-Schreiben
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19:52 13.02.2020
Eine Aktion der Bewegung «Maria 2.0» vor dem Kölner Dom. Quelle: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild
Frankfurt/Main/Koblenz

Monika Humpert, Sprecherin der "Maria-2.0"-Gruppe in Frankfurt, sagte der "Rhein-Zeitung" (Freitag): "Das war ein ganz finsterer Tag für viele Frauen. Die Hoffnung, dass sich mal irgendetwas verändert in dieser Struktur, die durch das Zölibat geprägt ist, wurde damit zunichtegemacht. "Für mich ist das Zölibat eine Obsession, gewissermaßen ein Fluch, an dem die Kirche zugrunde geht. Denn sie verliert das Wichtige aus dem Auge": eine Glaubensgemeinschaft, die alle einschließe.

Papst Franziskus hat in dem Dokument "Querida Amazonia" (Geliebtes Amazonien) Hoffnungen auf eine Öffnung der katholischen Kirche für verheiratete Priester und für Frauen in Weiheämtern zerschlagen. Der Pontifex vermied eine Aussage über die Zulassung von verheirateten Männern zur Weihe in der Amazonas-Region. Ausnahmen vom Zölibat hatten Teilnehmer einer Bischofssynode gefordert. Franziskus kam auch dem Ruf nach einem Diakonat für Frauen nicht nach.

Franziskus' Schreiben hat auch Auswirkungen auf den Synodalen Weg in Deutschland. Denn bei dem Reformprozess der Bischofskonferenz mit dem Zentralkomitee der Katholiken geht es ebenfalls um Zölibat und Frauen. Viele Gläubige erhoffen sich dabei eine Öffnung der Kirche.

dpa

Die internationalen Rheinstaaten haben sich auf eine Säuberung des Flusses von Medikamentenresten, Pestiziden und anderen chemischen Stoffen verständigt. In den nächsten 20 Jahren sollen diese Substanzen um 30 Prozent reduziert werden, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze am Donnerstag in Amsterdam.

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