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Politik Frauen sollen besser vor Gewalt geschützt werden
Mehr Hessen Politik Frauen sollen besser vor Gewalt geschützt werden
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17:25 28.02.2019
Eine junge Frau steht in einem Zimmer eines Frauenhauses. Quelle: Peter Steffen/Archiv
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Wiesbaden

Besonders die laut Polizei zunehmende Zahl von Gewaltfällen innerhalb fester Beziehungen mache Sorgen. Die "Istanbul-Konvention" - ein Vertrag des Europarats zum Schutz von Frauen, der seit Februar 2018 in Deutschland gilt - soll nun auch in Hessen umgesetzt werden.

"Jede zweite Frau, die in Frauenhäusern Schutz sucht, muss abgewiesen werden", sagte Christiane Böhm, die frauenpolitische Sprecherin der hessischen Linken-Fraktion, am Donnerstag in Wiesbaden. Das sei in diesem reichen Land ein Skandal. Die Linke forderte mindestens 300 neue Plätze in Frauenhäusern und Frauenschutzwohnungen.

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"Es gibt keinen Grund, ein Versäumnis zu vermuten", sagte Silvia Brünnel, frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. Die Umsetzung der "Istanbul-Konvention" habe man bereits im Koalitionsvertrag festgehalten. "Wir sind dabei und werden es umsetzen", sagte sie. In Hessen gibt es derzeit 727 Frauenhausplätze.

Frauenhäuser sollen nach den Plänen der Landesregierung nicht nur rein an der Bettenzahl gemessen werden. Es sollen Familienzimmer und Barrierefreiheit umgesetzt werden. Beratungskräfte im Bereich von sexualisierter Gewalt an behinderten Frauen will man sensibilisieren. Frauen soll es künftig möglich sein, nach einer Vergewaltigung auch ohne Anzeige eine Beweissicherung vornehmen zu lassen.

dpa