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Politik Frankfurt: "Erinnerungsort" für KZ-Opfer und Zwangsarbeiter
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14:50 15.12.2021
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Frankfurt

"Die mittlerweile über dreißig Jahre alte Idee wird im Frühjahr 2022 Wirklichkeit", kündigte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) am Mittwoch in Frankfurt an.

Der "Geschichtsort Adlerwerke" soll aus vier thematischen Modulen bestehen: die Geschichte der Fabrik, die Zwangsarbeit in Frankfurt, das Konzentrationsaußenlager und der Umgang mit diesen Themen nach 1945. Das Projekt wird jährlich mit 120.000 Euro vom Kulturdezernat gefördert. Ein Förderverein sammelt darüber hinaus Spenden, um das pädagogische Angebot auszubauen.

Der "Geschichtsort Adlerwerke" entsteht in Kooperation zwischen dem Kulturdezernat, dem Förderverein KZ-Katzbach/Adlerwerke und dem Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945. Die Stadt hat rund 160 Quadratmeter auf dem Gelände der ehemaligen Adlerwerke angemietet, der Raum liegt in der Blickachse des ehemaligen KZ Katzbach. Es war 1944 als Außenstelle des KZ Natzweiler-Struthof im Elsass gegründet worden. Die überwiegend polnischen Gefangenen mussten in den Adlerwerken Sklavenarbeit beim Bau von Schützenpanzern leisten.

© dpa-infocom, dpa:211215-99-394268/2

dpa